Montag, 28. März 2005

Um Wallfahrts-Tradition wieder zu beleben:
Kardinal Schönborn auf Pilgerreise in Israel

  • Treffen mit Politikern und Religionsführern sind geplant

Kardinal Christoph Schönborn (60) beginnt heute eine Pilgerreise nach Israel und in das Westjordanland. Der Wiener Erzbischof will mit seiner fünftägigen Visite die vom Nahost-Konflikt in Mitleidenschaft gezogene Tradition von Wallfahrten ins Heilige Land wiederbeleben. Größere Einkünfte aus Pilgerfahrten sollen die Auswanderung der palästinensischen Christen stoppen, von denen viele in prekären wirtschaftlichen Verhältnissen leben. Schönborn trifft im Rahmen der von der ökumenischen Stiftung "Pro Oriente" organisierten fünftägigen Reise aber auch mit zahlreichen Politikern und religiösen Würdenträgern zusammen.

Schönborn plant Unterredungen mit dem israelischen Tourismusminister Abraham Hirchson, dem christlichen Bürgermeister Bethlehems, Hanna Nasser, sowie dem griechisch-orthodoxen Patriarchen Irenaios I. und wird auch einen Vortrag an der Hebräischen Universität in Jerusalem halten. Neben religiösen Stätten wie der Geburtskirche oder der Al-Aksa-Moschee will der Kardinal auch soziale Einrichtungen im Westjordanland sowie das Holocaust-Museum Yad Vashem besuchen. Unter den 40 Pilgern, die Schönborn begleiten, sind der frühere EU-Agrarkommissar Franz Fischler, der Heiligenkreuzer Abt Gregor Henckel-Donnersmarck und der Grazer Theologieprofessor Philipp Harnoncourt. (apa)

28.3.2005 22:41