Montag, 28. März 2005

Grausamer Tiermord: 41-Jähriger erstach zwei Nachbars-Hunde mit Küchenmesser

  • Anschließend wurde auch Sohn der Nachbarin bedroht
  • Rachegedanken: Täter hatte 2,26 Promille im Blut

In Seeham (Flachgau) hat am Sonntag Abend ein 41- Jähriger - selbst Besitzer eines ausgebildeten Schäferhundes - zwei Rassehunde seiner Nachbarin mit einem Küchenmesser erstochen. Zudem kündigte der Mann der Nachbarin an, ihren Sohn umzubringen. Der 41-Jährige wurde mit Unterstützung des Einsatzkommandos Cobra in seiner Wohnung verhaftet. Laut Gendarmerie hatte der Täter 2,26 Promille im Blut.

Die Pensionistin aus Seeham fuhr gegen 19.15 Uhr mit ihrem Auto vor ihr Wohnhaus und stellte das Fahrzeug ab. Im Wagen befanden sich drei Rassehunde. Der 41-jährige forderte mit einem Küchenmesser in der Hand die Rentnerin auf, die Hunde aus dem Wagen zu lassen, damit er diese erstechen könne. Die Frau kam dieser Aufforderung natürlich nicht nach und versperrte die vordere Wagentüre.

Der Mann konnte jedoch die hintere Autotüre öffnen, so dass ein Boxerhund und ein American Stafford Shire aus dem Wagen springen konnten. Der 41-Jährige stach mit dem Küchenmesser mehrmals auf beide Hunde ein. Der materielle Wert der getöteten Hunde beträgt rund 2.000 Euro.

Anschließend forderte der Täter die noch im Auto sitzende Frau auf, den sich noch im Auto befindlichen Rottweiler herauszulassen, damit er auch diesen erstechen könne. Doch mittlerweile waren alle Türen am Fahrzeug versperrt. Zuletzt gab er der Pensionistin zu verstehen, dass er ihren Sohn, Besitzer einer der getöteten Hunde, ebenfalls umbringen werde. Motiv für die Tat: Die Hunde hätten vor einiger Zeit seinen Schäferhund angegriffen. Dafür wollte er sich rächen.

Der 41-Jährige wurde in seiner Wohnung verhaftet. Da ein durchgeführter Alkotest einen Wert von 2,26 Promille ergab, wird seine Einvernahme erst im Laufe des Ostermontag durchgeführt. Anschließend wird in die Justizvollzugsanstalt Salzburg gebracht werden. (apa)

28.3.2005 12:26