Montag, 28. März 2005

"Wo sind noch Partner für die ÖVP?": Stummvoll zweifelt am Überleben der FPÖ

  • "trend": VP-Budgetsprecher denkt an Zeit nach Wahlen
  • RFW-Chef Krenn, will 'Haider oder Strache' als Obmann

Der Budgetsprecher der ÖVP, Günther Stummvoll zweifelt am Überleben der FPÖ über den nächsten Wahltag hinaus. Dies berichtet das Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner aktuellen Ausgabe. Nicht für die laufende Legislaturperiode, aber sehr wohl "für die Zeit nach 2006 drängt sich schon die Frage auf: Wo sind noch Partner für die ÖVP?", fragt Stummvoll, der das Verschwinden des kleinen Regierungspartners sehr bedauern würde, da man die großen Reformen der letzten Jahre nur mit den Freiheitlichen zuwege gebracht habe und bei den anderen Parteien weder Reformwillen noch Reformkraft in diesem Ausmaß vorzufinden seien. "Es wäre schade für das Land, wenn die FPÖ nicht wieder erstarken würde", so Stummvoll.

Der Chef der freiheitlichen Wirtschaftstreibenden und WKÖ-Vizepräsident Matthias Krenn sieht dringenden Bedarf an einer "starken Persönlichkeit, die der Partei Orientierung geben kann." Konkret: "Das kann Haider oder Strache sein." Ursula Haubner, die derzeit amtierende Parteiobfrau, sei zwar "hochanständig und korrekt", ist für ihn aber aus dem Rennen.

Krenn, im Zivilberuf Hotelier und Bürgermeister des Kärntner Fremdenverkehrsorts Bad Kleinkirchheim, wurde nach eigenen Angaben von WKÖ-Präsident Christoph Leitl eingeladen, neuerlich das Amt des WKÖ-Vizes zu bekleiden. Von seiner Bestellung ist auszugehen. Krenn betont Gespräch mit dem "trend", dass seine Gremien noch zustimmen müssten, ist sich aber sicher: "Ich werde das machen."

Noch mehr Infos finden Sie in der aktuellen Ausgabe von "trend"!

28.3.2005 09:29