Donnerstag, 24. März 2005

Aktion scharf gestartet: Section Control auf der Westautobahn in OÖ ist in Betrieb

  • Überwacht wird Abschnitt zwischen Haid und Sattledt
  • Strafen sind abhängig von den Tempo-Überschreitung

Rechtzeitig vor dem Osterverkehr: Die neu installierte Section Control auf der A1, der Westautobahn, in Oberösterreich ist seit Gründonnerstag (0:00 Uhr) "scharf", wie der ÖAMTC in einer Presseaussendung warnte. Überwacht wird ein elf Kilometer langer Abschnitt zwischen Kilometer 178,2 (Puckinger Berg) und 189,2 (Sipbachzell) im Baustellenbereich zwischen Haid und Sattledt.

Dort beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit 100 km/h. Die Anlage soll diese längste Baustelle Österreichs sicherer machen, so die Autobahnfinanzierungsgesellschaft Asfinag. Nach dem Abschluss der Bauarbeiten im September soll sie abgebaut und an anderer Stelle eingesetzt werden. Die Strafen für Temposünder werden vom Ausmaß der Geschwindigkeits- überschreitung abhängen, dürften aber mehrheitlich zwischen 58 und 72 Euro betragen.

Errechnung der Durchfahrtsgeschwindigkeit
In der Section Control wird die Durchfahrtszeit eines Fahrzeugs auf einem bestimmten Straßenstück gemessen und dabei dessen Durchschnittsgeschwindigkeit errechnet. Dazu wird das Kennzeichen am Beginn und am Ende der Messstrecke erfasst. Stellt der Rechner fest, dass das Fahrzeug langsamer als erlaubt unterwegs war, werden alle fahrzeugbezogenen Daten gelöscht. Bei Unterschreitung der Mindestzeit werden die Videobilder samt Zeitberechnung elektronisch an die Gendarmerie weitergeleitet, die dann Anzeige erstattet.

Sechs Minuten ohne Bestrafung
Die "Idealzeit" für die elf Kilometer lange Strecke in Oberösterreich beträgt laut Berechnungen des ÖAMTC sechs Minuten und 36 Sekunden. Es werde allerdings eine Messtoleranz von zehn km/h eingeräumt, so dass die kürzeste, gerade noch ohne Bestrafung tolerierte Fahrzeit genau sechs Minuten beträgt. Der ÖAMTC appelliert allerdings an die Autofahrer, die Toleranz nicht auszureizen und rät zu "Fuß weg vom Gaspedal und Geschwindigkeiten generell einhalten". Außerdem warnt er, auch nach Dränglern werde die Exekutive im Oster-Reiseverkehr vermehrt Ausschau halten. (APA/red.)

24.3.2005 14:53