Anschluss nach 60 Jahren: Südkorea richtet Telefonleitung nach Nordkorea ein
- Leitungen zwischen den Staaten wurden 1945 getrennt
- Bis jetzt mussten Einwohner über Japan telefonieren
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Erstmals seit der Teilung der koreanischen Halbinsel vor 60 Jahren wollen Süd- und Nordkorea einen Telefondienst zwischen beiden Seiten für den zivilen Bedarf einrichten. Wie die südkoreanische Telefongesellschaft KT Corp. mitteilte, soll die Leitung zu einem Industriepark in der nordkoreanischen Stadt Kaesong vom 31. Mai an benutzbar sein. Die Anrufe über die Direktverbindung bleiben allerdings auf Kaesong beschränkt.
Mit Nordkorea sei eine Gebühr von 40 US-Cents pro Minute für einen Anruf von Südkorea nach Kaesong vereinbart worden, teilte KT mit. Bisher waren Anrufe nur über Japan möglich, was erheblich teurer war. Beide Seiten wollen in Zukunft auch Gespräche über den Anschluss südkoreanischer Unternehmen in Kaesong an das Internet führen. Die Telefonleitungen zwischen beiden Seiten der Halbinsel waren 1945 getrennt worden, nachdem die ehemalige Sowjetunion mit der militärischen Besetzung des Nordens begonnen hatte.
Mitte März hatte der staatliche südkoreanische Energiekonzern KEPCO mit der Stromversorgung des Gewerbekomplexes begonnen. Zunächst wird in Kaesong der Elektrizitätsbedarf nur von wenigen südkoreanischen Unternehmen gedeckt, die in einem Pilotkomplex eigene Produktionsanlagen bauen. Der gemeinsame Industriepark ist eines der deutlichsten Symbole für die innerkoreanische Annäherung in den vergangenen Jahren. (apa)
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