Montag, 21. März 2005

Keine Chance für Handy-Pornos: Studie bescheinigt mobiler Erotik Nischendasein

  • Nutzungsmöglichkeiten am Computer ungleich höher
  • Kultmagazin Playboy steigt jetzt in den Off-Net-Markt ein

Pornos fürs Handy jagen dem Internet nicht den Rang ab. Laut einer Studie des Bostoner Marktforschungsinstitutes Strategy Analytics wird in den Mini-Filmchen nicht das große Geschäft zu holen sein. Obwohl einige Faktoren wie die größere Verfügbarkeit von multimediafähigen Handys den Markt antreiben und immer mehr bekannte Anbieter wie zum Beispiel Playboy ihr Angebot um Off-Net-Features erweitern, prognostiziert Strategy Analytics dem mobilen Porno-Markt lediglich ein Nischendasein.

Nitesh Pate, ein Analyst von Strategy Analytics, hält das kostenlose "Erwachsenen-Angebot" im festen Internet für zu reichhaltig, als dass es durch kostenpflichtige Angebote für Handys ernsthaft gefährdet werden könnte. Außerdem seien die Nutzungsmöglichkeiten am Computer ungleich höher als auf einem Handy. "Wir glauben, dass die Nachfrage nach solchen Angeboten größtenteils durch das fixe Internet abgedeckt werden kann", sagte Pate. "Obwohl ein Anbieter wie Playboy die Nachfrage auf dem mobilen Markt sicherlich steigern wird, werden die Nutzerzahlen vergleichsweise gering bleiben."

Trotz dieser wenig ermutigenden Aussichten prognostiziert Strategy Analytics dem Markt für mobilen Erwachsenen-Content eine Umsatzsteigerung. Zwischen 2008 und 2010 soll der Umsatz in diesem Bereich von einer Mrd. Dollar auf fünf Mrd. Dollar ansteigen. (pte)

21.3.2005 09:08