Palmers will in die Luxus-Liga

Nach Umsatzeinbruch & Finanz-Striptease wird Wäscheriese total neu gestylt
Börse, bitte warten: Neo-Boss Thomas Weber rechnet im NEWS-Interview mit seinen Vorgängern ab. Und spricht erstmals über seine Umbaupläne.
Thomas Weber, vor knapp fünf Monaten zum Chef des grünen Wäscheriesen Palmers bestellt, hat ganz offensichtlich ein Faible für Parabeln.
Palmers-Botanik. Er spricht von vielen mehr oder weniger anspruchsvoll zu bewirtschaftenden Parzellen entlang einer Straße und meint damit das dichte und derzeit noch reichlich verworrene Filialnetz des Dessouskonzerns. Und er spricht von einem Obergärtner, der die lange Straße entlangspaziert und danach trachtet, dass diese Fleckchen gut gedeihen und meint damit zweifelsohne sich.
Straffe Strukturen. Grundfalsch wäre es allerdings, den 44-jährigen Schweizer mit Wohnsitz Zürich deshalb für einen weltfremden Floristen zu halten. Ganz im Gegenteil, bezeichnet er doch selbst Effizienz, Perfektion und Disziplin als die Eckpfeiler seiner Unternehmensführung.
Auslandsexpansion. Mit dem leicht angegrauten Dessouskonzern hat der neue Palmers-Boss in den nächsten Jahren viel vor. Deklariertes Ziel, so Weber, sei es, Palmers dorthin zu bringen, wo Palmers hingehört nämlich in die europäische Oberliga der Markenartikler. Jährliche Umsatzzuwächse von bis zu vier Prozent und zügig realisierte Pläne, ins benachbarte Ausland zu expandieren, sollten dann möglich sein.
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