Mittwoch, 23. März 2005

Schuldenberg: FPÖ in Geldnot

  • Die Armen: Drückende Schuldenlast bei Bundes-FP. Anzeige in Kärnten.
  • Die Reichen: Straches Wiener FP und Stadlers Parteiakademie.

20 Mio. Euro Einnahmenausfall und ein Riesenschuldenberg als tickende blaue Zeitbombe.
Strache vs. Haider: Im FP-Obmann-Duell punktet Wiens FP-Chef jetzt auch mit prall gefüllter Parteikasse.

Beim hart geführten Machtkampf um die FPÖ geht es um viel mehr als um nur ein paar Positionen an der Parteispitze oder gar hehre ideologische Inhalte. Es geht vielmehr – wie könnte es anders sein – ums Geld. Konkret: Ums nicht vorhandene Geld.

Denn die FPÖ ist nicht nur ein politischer Sanierungsfall, sondern auch ein finanzieller. Hochgerechnet auf die gesamte aktuelle Legislaturperiode, verzeichnet die FPÖ einen Einnahmenausfall von nahezu unglaublichen 20 Millionen Euro an staatlichen Subventionen.

Noch keine Partei in der Geschichte der Zweiten Republik musste ein derart drastisches Minus hinnehmen.

FPÖ: 20 Millionen Euro minus. Österreichs Parteien nähren sich aus drei üppig sprudelnden staatlichen Subventionstöpfen: der jährlichen Parteienförderung, der Klubförderung und der Förderung der politischen Akademien. Dazu kommen noch Förderungen in den Bundesländern für die Landesorganisationen. Als Faustregel gilt: Die Parteisubventionen sind abhängig von den Wahlergebnissen. Und da schaut es bei der FPÖ nicht wirklich rosig aus.

Reich: Strache & Stadler. Unterm Strich stellt sich die Situation jetzt so dar:

  • Über erkleckliche Geldreserven verfügt nur mehr die Haider-feindliche Wiener Landespartei unter der Führung von Haiders Gegenspieler Heinz-Christian Strache. Insider schätzen das Wiener Parteivermögen – dank der in der Bundeshauptstadt äußerst üppigen Parteienfinanzierung und der flachen Strukturen der Wiener Partei – auf gut zehn Millionen Euro.

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    PLUS: Blauer Countdown

    23.3.2005 19:13