Hohe Zufriedenheit mit der neuen E-Card: 82 Prozent der Ärzte zeigen sich begeistert
- Im Mai startet schrittweise österreichweite Ausstattung
- Verzögerung in Wien: Mangelnde Ausstattung bei Ärzten
·Test der E-Card im Burgenland positiv
Einzelne Schwächen sind noch bis Mai zu beseitigen
·E-Card: Weniger Geld für Kassen
Sozialversicherung rechnet
mit Ausfall bis zu 8 Mio.
·Probebetrieb der
E-Card reibungslos
Seit Montag im Burgenland
in über 80 Ordinationen
·E-Card: Leitungen zu Ärzten stehen
Erweitertem Probebetrieb steht nichts mehr im Weg
Die Akzeptanz in der Ärzteschaft mit dem E-Card- System sei hoch, erklärt Volker Schörghofer vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger. Mit 82 Prozent habe sich eine hohe Zufriedenheit im Probebetrieb gezeigt, sagte Schörghofer im am Montag ORF-"Morgenjournal". Mögliche Verzögerungen gebe es in Wien.
Schörghofer sieht als Gründe für die vorzeitige Teilnahme ein funktionierendes System, aber auch einen finanzielen Anreiz. "Wenn der Patient, der Versicherte, die Karte erhält und mit der Karte zu einem Arzt geht, der ein E-Card-System hat, braucht er die 3,63 Euro Krankenscheingebühr nicht bezahlen". Während der Umstellungsphase werde eben noch keine E-Card-Gebühr verlangt.
Mit Ende Mai beginne die planmäßige, schrittweise österreichweite Ausstattung mit dem E-Card-System. Nur in Wien könne der Start- Zeitplan nicht eingehalten werden. "Wir beginnen in Wien 14 Tage verzögert bei den niedergelassenen Ärzten", sagte Schörghofer. In Wien fehle teilweise die technische Ausstattung in den Arzt-Praxen. "Wien hat die größten Probleme mit der E-Card aufgrund der mangelnden EDV-Ausstattung bei den Ordinationen. Hier gibt es die wenigsten EDV -kundigen Ärzte", so Schörghofer.
Die Skepsis sei bei einem Teil der Ärzte immer noch nicht ausgeräumt, obwohl das System gut funktioniere und allfällige Probleme rasch behoben werden konnten, sagte Schörghofer. "Ich schätze, dass zehn Prozent aller Ärzte dem E-Card-System nach wie vor kritisch gegenüber stehen". Mit einer Informationskampagne will der Hauptverband die Ärzte noch überzeugen. "Wenn es Systemverweigerer gibt, wird dieser Arzt nicht installiert. Das bedeutet für ihn, dass er ab Jänner 2006 keinen Krankenschein mehr hat. Wie der einzelne Arzt dann abrechnet, kann ich noch nicht sagen", meinte Schörghofer.
(apa/red)
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