Anhebung um einen viertel Prozentpunkt: US-Notenbank erhöht Leitzins auf 2,75 %
- Fed signalisierte zudem weitere moderate Erhöhungen
Die amerikanische Notenbank (Fed) hat die Leitzinsen am Dienstag wie erwartet um einen viertel Prozentpunkt erhöht. Der Satz für Tagesgeld liegt damit bei 2,75 Prozent. Es war die siebte Zinserhöhung seit Juni vergangenen Jahres. Die US- Notenbank signalisierte weitere moderate Erhöhungen. Sie merkte an, der Inflationsdruck habe in jüngster Zeit zugenommen.
Damit liegen die US-Zinsen 3/4 Prozentpunkt höher als in der Euro- Zone. Die Europäische Zentralbank (EZB) berät bei ihrer Ratssitzung Anfang April über die künftige Geldpolitik. Seit Juni 2003 hält sie den Leitzins auf dem historischen Tief von 2,0 Prozent stabil.
Die Fed bekräftigte, die weiter lockere Geldpolitik auch künftig in einem "maßvollen Tempo" straffen zu wollen, um Inflationsgefahren vorzubeugen. Mit dieser Formulierung signalisieren die Währungshüter seit einigen Monaten, dass die Leitzinsen in moderaten Schritten angehoben werden. Die Auf- und Abwärtsrisiken für die Preisstabilität und das Wirtschaftswachstum hielten sich in etwa die Waage, bekräftigte die Notenbank. Auf konjunkturelle Veränderungen werde sie, sofern erforderlich reagieren.
Ende Juni 2004 hatte die Fed mit der ersten Erhöhung seit vier Jahren die Zinswende in den USA eingeleitet. Mit der erneuten Anhebung verteuert sich die Kreditaufnahme für Verbraucher und Unternehmen in der weltgrößten Volkswirtschaft weiter. (apa)
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