Dienstag, 22. März 2005

Brüssel gibt grünes Licht: Wiener Börse übernimmt die Budapester Börse!

  • Wie erwartet: EU-Kommission erteilt keinerlei Auflagen
  • "Geringe Größe wird Wettbewerb nicht beeinträchtigen"

Die EU-Kommission hat die Übernahme der Budapester Börse durch die Wiener Börse und österreichische Großbanken am Dienstag erwartungsgemäß ohne Auflagen genehmigt. Die Kommission sei zu dem Ergebnis gekommen, dass die Übernahme "wegen der geringen Größe der übernommenen Unternehmen und der begrenzten Auswirkungen des Geschäfts" den Wettbewerb nicht beeinträchtigen werde, teilte die Brüsseler Behörde am Dienstag mit.

Die Europäische Kommission genehmigte damit konkret die Übernahme der Budapester Börse (BSE), der Budapester Warenbörse (BCE) und der zentralen Clearing- und Verwahrstelle (KELER) durch ein Joint Venture der österreichischen Unternehmen Wiener Börse AG, Oesterreichische Kontrollbank Aktiengesellschaft, Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG und der ungarischen Tochter der deutschen HVB-Gruppe, der HVB Bank Ungarn.

Angesichts des geringen Umfangs der Transaktion und auf Grund der durch die Marktuntersuchung festgestellten möglichen wettbewerbsfördernden Wirkung gab die EU-Kommission grünes Licht. Der Börsenwert der drei Börsen macht nach Angaben der Kommission zusammen weniger als ein Prozent des Markts für Börsendienstleistungen im Europäischen Wirtschaftsraum aus. Die von KELER erbrachten Dienstleistungen wie Clearing und Abrechnung sowie Hinterlegungs- und Verwahrdienstleistungen seien durch die ungarische Finanzaufsichtsbehörde im Rahmen des ungarischen Kapitalmarktgesetzes ausreichend reguliert und beaufsichtigt. (apa)

22.3.2005 17:24