Bundeskanzler spricht Klartext: Post wird über Börse privatisiert, AUA nicht verkauft
- Genauer Zeitplan für Privatisierung steht noch nicht fest
- Schüssel: Staatsanteil der AUA bleibt weiter bestehen
Die Österreichische Post AG soll offenbar fix über die Börse verkauft werden. Nach der ÖIAG und FPÖ-Vizekanzler Hubert Gorbach (F) hat jetzt auch Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) erklärt: "Die österreichische Post ist sicher ein Kandidat, der an die Börse kommt und damit privatisiert wird."
Das Unternehmen sei "auf gutem Weg dahin", sagte der Bundeskanzler in einem Interview mit dem Handelsblatt. Zeitplan nannte er nicht. Gorbach hatte zuletzt bereits 2006 in Aussicht gestellt.
Keine weiteren Verkaufspläne hegt Schüssel dagegen für die Austrian Airlines (AUA). Die AUA sei bereits mehrheitlich privatisiert. "Der Staatsanteil (noch 39,7 Prozent, Anm.) steht nicht zum Verkauf", betonte Schüssel. Mit ihrer Sonderrolle als Fluglinie nach Mittel- und Südosteuropa oder in den Nahen Osten und der rechtzeitig abgeschlossenen Allianz mit anderen Fluglinien sei das Unternehmen "gut aufgestellt".
Noch nicht fix ist laut Schüssel, ob die verbleibenden Beteiligungen der Staatsholding ÖIAG ebenso wie die Beteiligungen an Energiekonzernen und Verkehrsgesellschaften in einer neuen Gesellschaft gebündelt werden. "Vielleicht werden wir eine neue Infrastruktur-Gesellschaft gründen." Das sei aber "noch nicht entschieden", so der Bundeskanzler. (apa/red)
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