WM-Qualifikation: Großkampftag statt österlichem Frieden in Europas Stadien
- Karsamstag bietet 17 wichtige Partien, aber keinen Hit
- Mehrere "Österreicher" sind in diverse Kader einberufen
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Der erste Großkampftag des Jahres in Sachen europäische Fußball-WM-Qualifikation fällt mit dem friedlichen Osterfest zusammen. Obwohl es heute in den Stadien des Kontinents zu 17 Partien kommt, gibt es aus internationaler Sicht keinen wirklich absoluten Schlager. Dafür aber viele Spiele von Wichtigkeit. Für etliche Länder geht es schon zur "Halbzeit" der Ausscheidung quasi um die letzte Chance. Österreich blickt gebannt nach Wales, aber auch andere Teams müssen kräftig Gas geben, wollen sie im Rennen bleiben.
Der regierende Europameister zählt ebenfalls zu diesem Kreis. Erst sprang der griechische Motor gar nicht an, dann stotterte er mächtig und nun will Otto Rehhagel mit den EM-Helden auf dem Weg nach Deutschland in die Überholspur finden. "Wer auf die Tabelle guckt, sieht, dass wir ein gutes Resultat brauchen", sagte der deutsche Teamchef der Hellenen, die in Gruppe zwei in Georgien zu Gast sind. Sollte in Tiflis kein Sieg gelingen, "wird die Hoffnung, zur WM zu fahren, ein Traum bleiben", schrieb die griechische Sportzeitung "To Fos". Rehhagel beschwört daher seine Mannen: "Wir müssen den zweiten Platz verteidigen."
Dass die Gäste auf ihren Abwehrriesen Traianos Dellas (Rückenprobleme) verzichten müssen, darf keine Ausrede sein. Die Griechen weisen derzeit sechs Punkte Rückstand auf die Samstag spielfreien Ukrainer auf. Der drittplatzierte Europameister Dänemark ist daheim gegen die wie San Marino (Gruppe 7) und Luxemburg (3) noch punktelosen Kasachen klarer Favorit. In Istanbul tanzen der WM-Dritte Türkei, dessen Keeper Rüstü (Fenerbahce) als 13. Goalie weltweit vor seinem 100. Länderspiel steht, und Albanien, die beide auch je sechs Zähler auf dem Konto haben, nach der Pfeife des österreichischen Schiedsrichters Konrad Plautz.
Schotten in Italien zu Gast
Für Schottland, eines von 15 Ländern ohne Punkt, ist das Erreichen der WM-Endrunde auch nach dem Trainerwechsel (Walter Smith für Berti Vogts) ungleich schwieriger. Im Pool fünf nur Vorletzter, müssen die "Bravehearts" im ersten Bewerbsspiel unter neuem Feldherrn zum Spitzenreiter Italien. "Für uns gibt es jetzt wirklich nichts mehr zu verlieren", meinte Abwehrmann David Weir vor dem Auftritt im San Siro. Im Aufgebot der "Squadra Azzurra" fehlt der verletzte Nesta, dafür scheinen mit Verteidiger Bonera und Stürmer Gilardino zwei Spieler von Austrias UEFA-Cup-Gegner Parma auf.
In Gruppe sieben steht mit Belgien - Bosnien-Herzegowina, einem Duell der Sieglosen, ebenfalls nur eine Partie auf dem Programm. Die einstigen "Roten Teufel" und die Männer vom Balkan weisen aber schon sechs bzw. sieben Punkte auf den dritten Tabellenplatz auf. "Siegen ist Pflicht" lautet auch das Motto für die beiden Top-Teams im Pool eins. Die Niederländer wollen auch ohne Roy Makaay in Bukarest versuchen, ihren ersten Rang gegen die punktegleichen Rumänen erfolgreich zu verteidigen.
Verfolger-Duell
Mit Tschechien - Finnland treffen die nur einen Zähler zurückliegenden Verfolger des Spitzenduos aufeinander. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es Verschiebungen gibt. Einen neuen Leader könnte es auch in Gruppe vier geben, in der vor Israel - Irland und Frankreich - Schweiz die Iren, die Tricolores und die Israeli in dieser Reihenfolge gleichauf liegen. In Gruppe acht verteidigen die Schweden in Sofia gegen die Bulgaren, die als erste Verfolger einen Rückstand von zwei Zählern haben, ihre Spitzenposition.
Neben Referee Plautz, Cardiff und Parma hat Österreich noch weitere Bezüge zur Doppel-Runde (Samstag und Mittwoch). Insgesamt elf Mann, die in der T-Mobile-Bundesliga ihr Geld verdienen, sind in diverse Kader einberufen worden. Es sind dies die Bosnier Tolja (Bregenz), Papac (Austria) gegen Belgien (Gr. 7), die Slowaken Janocko (Austria), Hlinka, Valachovic (beide Rapid) in Estland (Gr. 3), die Kroaten Didulica (Austria), Tokic (GAK) gegen Island (Gr. 8) und die Tschechen Sionko, Vachousek (beide Austria) gegen Finnland (Gr. 1). Rushfeldt (Austria) mit Norwegen (Gr. 5) in Moldawien (Gr. 5), Korsos (Rapid) mit Ungarn gegen Bulgarien (Gr. 8) und Bleidelis (GAK) mit Lettland gegen Luxemburg (Gr. 3) müssen noch bis Mittwoch warten. (apa/red)
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