Der Rote Drache spie nur zwei Mal Feuer: Waliser Erfolgserlebnisse im Fußball rar
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"Cymdeithas Pel-droed Cymru" oder einfach nur der Fußball-Verband von Wales. Österreichs Nationalmannschaft bekommt es am Karsamstag in Cardiff und am darauf folgenden Mittwoch in Wien mit den Mannen rund um Manchester United-Superstar Ryan Giggs und den beiden Celtic-Strikern John Hartson und Craig Bellamy zu tun. Im Lande des drittältesten Fußball-Verbandes der Welt (gegründet 1876, nur England und Schottland waren noch früher dran) aber warten die Freunde des runden Leders - die noch dazu klar im Schatten der alles dominierenden Rugby-Fans stehen - schon lange auf ein Erfolgserlebnis ihrer "red dragons".
Denn die Roten Drachen hatten bisher nur einmal auf der großen Bühne einer Weltmeisterschaft Angst und Schrecken verbreitet. Sogar die mittlerweile zur Heldensage gewordene Teilnahme bei der WM-Endrunde 1958 in Schweden stand lange zur Diskussion. Das Team rund um den Juventus-Ausnahmestürmer John Charles (gemeinsam mit dem legendären Billy Meredith wohl der beste walisische Spieler aller Zeiten) war eigentlich in der Qualifikation bereits an der Tschechoslowakei gescheitert.
Weil sich jedoch Indonesien, Ägypten und Sudan weigerten, in der Asien/Afrika-Qualifikation gegen Israel anzutreten, beschloss die FIFA einen europäischen Gruppenzweiten gegen die Israeli auszulosen. Dadurch erhielt Wales eine neue Chance und packte diese beim Schopf. Nach einem 2:0 in Tel Aviv und demselben Score in Cardiff hieß es Koffer packen für die Weltmeisterschaft. In Schweden trafen die Waliser in Gruppe 3 auf die Gastgeber (die später erst im Finale an Brasilien scheiterten), Vize-Champion Ungarn und Mexiko.
Pele schoss Wales 1958 aus der WM
Sensationell erreichten Charles, Allchurch und Co. drei Unentschieden, so dass in Stockholm ein Entscheidungsspiel gegen die hochfavorisierten Ungarn um den Aufstieg notwendig wurde. Nach einer 1:2-Schlappe fuhren Bozsik und Kollegen aber deprimiert zurück nach Budapest, den Sprung ins Viertelfinale schaffte 'Underdog' Wales. Erst dort war dann Endstation: Ohne den verletzten Teamleader John Charles zogen die sich tapfer wehrenden Waliser mit 0:1 den Kürzeren. Torschütze? Edson Arantes do Nascimento - besser bekannt unter Pele.
18 Jahre später nahm eine neue Drachen-Generation dann noch einmal einen Anflug auf die europäische Fußball-Bühne. In der EM-Qualifikation 1976 setzte sich Wales gegen Ungarn, Österreich und Luxemburg durch und erreichte als Sieger der Gruppe 2 das Viertelfinale. Dort kam dann gegen Jugoslawien nach einem 0:2 in Zagreb und einem 1:1 in Cardiff (Tor für Wales: Evans) das Aus. Zuletzt blieb Wales in den Playoff-Spielen für die EM 2004 hauchdünn gegen Russland auf der Strecke (0:0/a, 0:1/h) auf der Strecke. Das Warten für die "red dragons" geht also weiter. (apa)
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