Schock vor Wales-Partien: Sturms Linz laboriert an Oberschenkel-Verhärtung
- Krankl testete defensive und offensive Varianten
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Aufatmen bei ÖFB-Teamchef Hans Krankl vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Wales. Stürmer Roland Linz bleibt trotz einer Oberschenkel-Blessur im Teamkader. Der Spieler von Sturm Graz hatte zwar am Mittwochnachmittag ein internes Probespiel wegen einer Verhärtung im linken Oberschenkel vorzeitig abbrechen müssen, Teamarzt Alexander Weissenbäck gab aber nach einer eingehenden Untersuchung doch noch Grünes Licht.
Krankl testete im Nachmittagstraining verschiedenste defensive und offensive Varianten. Darüber hinaus wurden diverse Situationen simuliert, z.B. der Ernstfall, einem schnellen Rückstand nachlaufen zu müssen.
Roland Kollmann fällt aus
Der Countdown-Start der heimischen Nationalmannschaft auf die zwei wichtigen WM-Qualifikationsspiele zur Gruppe 6 gegen Wales am Samstag in Cardiff und am darauf folgenden Mittwoch in Wien ist am Montag von einer schlechten Personal-Nachricht begleitet worden. Roland Kollmann, Torschützenkönig 2004 des Double-Gewinners GAK, musste wegen einer am Samstag gegen Rapid erlittenen Zerrung im linken Oberschenkel entlassen werden.
"Er hätte bis Donnerstag nicht trainieren können, das hätte keinen Sinn gemacht. Im Team spielen nur hundertprozentig fitte Spieler und ein fitspritzen kommt bei mir nicht in Frage", begründete ÖFB-Teamchef Hans Krankl, der mit Hieblinger, Stranzl, Katzer, Dospel und Hiden noch einige angeschlagene Spieler hat. "Die haben aber nichts Ernstes", fügte der Wiener hinzu. Sicher nicht spielen können Kühbauer und Kiesenenber, was aber einen anderen Grund hat. Beide sind in Cardiff gesperrt. Dazu Krankl: "Sie gehören zum Team, sind gute und optimistische Typen."
Die Zuversicht lebt der Teamchef selbst seinen Schützlingen jeden Tag bis zu den zwei Partien vor. "Kein Mensch verlangt zwar von uns, dass wir die Waliser zwei Mal schlagen, aber wir wollen sie zwei Mal schlagen", verkündet der 52-Jährige, der seine Spieler mit Videos vom Gegner (Standard-Situationen, Bewegungsabläufe, Torszenen etc.) einstimmt. "Alle werden genau auf ihre Aufgaben vorbereitet sein". Dass seine Teamkandidaten von Rapid und vom GAK am Wochenende eine leichte Formsteigerung erkennen ließen, registrierte er mit Wohlwollen.
Krankl über Wales: "Nordiren mit mehr Qualität"
Weniger Gefallen hat Krankl freilich daran gefunden, dass der Austrianer Vastic in Saragossa nur kurz und zuletzt gegen Admira gar nicht zum Einsatz kam. Über die Gründe wollte er noch Günter Kronsteiner und Lars Söndergaard befragen. Vastic zählt neben Stranzl und Kovacevic in Cardiff zu den Anwärtern auf eine zentrale Rolle im Mittelfeld. Infos erwartet sich der ÖFB-Teamchef auch noch ab Donnerstag nach der Ankunft in der Waliser Hauptstadt.
Krankl stellt sich vor allem die Frage, ob die Gastgeber mit einem 4-4-2- oder 3-5-2-System versuchen werden, im fünften Spiel den ersten vollen Erfolg einzufahren. "Die Waliser spielen nicht mehr den so britischen Stil, aber auch nicht so europäisch wie die Multi-Kulti-Truppen auf der Insel", sagt der Wiener, der den Gegner von der Stärke her "so ähnlich wie die Nordiren, aber mit mehr Qualität" einstuft. Und über sein Team sagte er: "Ich habe die besten Spieler geholt, das werden sie beweisen und für Österreich das Beste geben".
Nach den beiden 1:1 gegen Gastgeber Zypern und EM-Starter Lettland Anfang Februar in einem Turnier auf der Mittelmeer-Insel sowie der winterbedingten Absage der Generalprobe gegen Kroatien zu März-Beginn geht es für Österreich gegen Wales darum, die letzte Chance im Wettlauf um ein WM-Ticket zumindest theoretisch zu wahren. Die ÖFB-Kicker nehmen nach der vierten Runde derzeit hinter England (zehn Punkte) und Polen (neun) mit fünf Zählern den dritten Tabellenplatz in der Gruppe ein. (apa)
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