Donnerstag, 31. März 2005

Mourinho für zwei CL-Spiele gesperrt: Heißsporn gegen Bayern auf der Tribüne

  • Konsequente UEFA bestraft Chelsea wegen Frisk-Affäre
  • Anschuldigungen gegen Schiri haben sich nicht erhärtet

Die Affäre rund um den Rücktritt des schwedischen Schiedsrichters Anders Frisk hat nun für den englischen Tabellenführer Chelsea und dessen Trainer Jose Mourinho Konsequenzen. Der Londoner Klub muss 75.000 Schweizer Franken (48.431 Euro) zahlen, der portugiesische Coach wurde für zwei Spiele von der Chelsea-Trainerbank verbannt und muss 20.000 Franken (12.915 Euro) an die UEFA überweisen.

Mourinho muss damit die Viertelfinal-Partien in der Champions League gegen Bayern München von der Tribüne aus verfolgen. Coach und Klub haben drei Tage Zeit, um Protest bei der UEFA einzulegen.

Mourinho hat nach Ansicht der UEFA den Fußball-Sport in Verruf gebracht. Nach dem Champions-League-Achtelfinal-Hinspiel Barcelona - Chelsea (23. Februar 2005) hatte Mourinho mit der Behauptung, dass Referee Frisk in der Pause eine Unterredung mit Barca-Coach Frank Rijkaard hatte, für Aufsehen gesorgt. Zudem boykottierten die Engländer die ans Spiel anschließende Pressekonferenz. Frisk erhielt nach der Partie Morddrohungen und entschied sich für einen Abtritt von der Fußball-Bühne. (apa/red)

31.3.2005 15:49