Montag, 28. März 2005

Montoya an Schulter verletzt: Wurz darf auf Start bei Rennen in Bahrain hoffen!

  • Neben Wurz steht auch De la Rosa als Ersatz bereit
  • McLaren-Pilot Montoya dreiwöchige Pause nahe gelegt

Beim Formel-1-WM-Lauf in Bahrain kündigt sich bei McLaren-Mercedes ein Fahrerwechsel an. Stammpilot Juan Pablo Montoya zog sich beim Tennisspielen eine Schulterverletzung zu und ist für den am kommenden Wochenende stattfindenden Grand Prix fraglich. Die Ersatzfahrer Alexander Wurz (AUT) und Pedro de la Rosa (ESP) stehen Gewehr bei Fuß, um bei einem Ausfall an der Seite des Finnen Kimi Räikkönen ins Rennen zu gehen.

Montoya zog sich die Verletzung beim Training in Spanien zu, wo sich der Kolumbianer auf das Wüstenrennen vorbereitete. Der 29-Jährige erlitt laut Auskunft des Teams einen Haarriss-Bruch, bei dem auch das umliegende Gewebe in Mitleidenschaft gezogen wurde. Ein Start in Bahrain scheint unwahrscheinlich, zumal Ärzte dem Südamerikaner eine dreiwöchige Ruhepause nahe gelegt haben.

Muss Wurz trotzdem zusehen?
„Wir werden am Donnerstag eine endgültige Entscheidung treffen“, ließ eine Teamsprecherin die Frage nach einem Einsatz offen. Das heißt, Montoya wird die Reise zum dritten Rennen des Jahres auf alle Fälle antreten. Wer neben Raikkönen als zweiter Pilot seine Runden dreht wird dann erst vor Ort geklärt.

Somit darf sich Wurz berechtigte Hoffnungen machen, zumindest für ein Wochenende aus dem Schatten des Testfahrer-Daseins zurück ins Rampenlicht der Formel-1-Öffentlichkeit zu treten. Da der Niederösterreicher aufgrund seiner Körpergröße jedoch nicht für den MP4-20 geschaffen ist, wird wohl De la Rosa das zweite Cockpit übernehmen. Für Wurz ist die Rolle des Freitagstesters wahrscheinlicher. McLaren-Mercedes darf als Konstrukteurs-Fünfter des letzten Jahres am Freitag ein drittes Auto einsetzen.

Wurz sieht wenig Chancen
Alexander Wurz selbst hat die Chancen, dass er am Wochenende in Bahrain endlich wieder in einem aktuellen Grand-Prix-Auto sitzt, relativiert. "Es stimmt, dass nach der Schulterverletzung von Juan Pablo Montoya die Sitzproben vorgezogen werden. Aber das ist lediglich eine Sicherheitsmaßnahme. Oberstes Augenmerk ist, dass Montoya in Bahrain fährt", sagte der österreichische McLaren-Mercedes-Pilot am Montagabend im APA-Telefonat.

Selbst wenn der Kolumbianer ausfallen sollte, ist ein Einsatz von Wurz aber eher unwahrscheinlich. "Ich bin ja noch keinen Meter mit diesem Auto gefahren. Und es geht nicht um ein Sonntags-Sofa sondern darum, dass ich zwei Stunden im Auto fahren kann, ohne dass mir Hände oder Füße einschlafen. Es muss zumindest so komfortabel sein, dass ich auch wirklich einen guten Job machen könnte." Wie immer die McLaren-Bosse entscheiden: "Es ist eine Team-Entscheidung, zu der ich auf jeden Fall stehe", so Wurz.
(apa/red)

28.3.2005 21:16
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