Sonntag, 27. März 2005

Deutsche Hooligans sorgen für Ärger: Krawalle rund um Match in Slowenien!

  • Dutzende Randalierer wurden festgenommen
  • Schon lange vor dem Spiel schwere Ausschreitungen

Überschattet von schweren Ausschreitungen ist das deutsche Fußball-Nationalteam am Samstag nur mit viel Glück zu einem 1:0-Sieg gegen Slowenien gekommen. Vor 8.500 Zuschauern in Celje konnte die DFB-Auswahl die geforderten Fortschritte nicht nachweisen. Das dritte Länderspiel-Tor des Kölners Podolski (27.) bewahrte den Vize-Weltmeister vor einer bösen Überraschung.

38 deutsche Randalierer wurden von der slowenischen Polizei schon vor der Partie im Stadtzentrum vorübergehend festgenommen. Während des Spiels im "Petrol Stadion" gingen die Randale weiter: Leuchtraketen wurden im deutschen Fanblock auf den Rasen geschossen, Sitze aus den Verankerungen gerissen. In der zweiten Spielminute musste die Partie vom englischen Schiedsrichter Graham Poll sogar kurz unterbrochen werden.

DFB-Mediendirektor Harald Stenger entschuldigte sich über die Stadionlautsprecher bei den Slowenen und sprach von Aktionen "einiger Wirrköpfe, die sich daneben benommen haben". Der DFB war über die Anreise von 200 bis 250 Problemfans nach Slowenien informiert gewesen, berichtete Stenger. Trotz ausgezeichneter Kooperation mit den örtlichen Behörden war aber "nicht alles unter Kontrolle zu bekommen".

Im Hotel Europa in der Innenstadt war es am Nachmittag zu Ausschreitungen und Sachbeschädigungen durch die Hooligans gekommen. Auslöser sei zunächst eine Auseinandersetzung zweier deutscher Fan- Gruppen gewesen. Zwei Personen wurden leicht verletzt.

Die Situation im Stadion war schon am Einlass eskaliert. Ein Tor hatte dem Druck der drängenden Fans nicht Stand gehalten, so dass einige Hooligans unkontrolliert auf die Ränge kamen. Viele von ihnen hatten noch an der Tageskasse Eintrittskarten erworben und konnten so nicht erfasst werden. Über den DFB waren nur 750 Tickets für die Partie an deutsche Anhänger abgegeben worden.

(apa)

27.3.2005 08:33