Missglücktes Comeback: Stefan Koubek scheitert in Miami in der ersten Runde
- Zwei-Satz-Niederlage gegen Qualifikant Jeff Morrison
- Koubek ist trotzdem mit seinem Comeback zufrieden
2:6,4:6 nach 57 Minuten. Stefan Koubek musste sich nach fast fünfmonatiger Pause bei seiner Rückkehr auf die ATP-Tour am Donnerstag (Ortszeit) erwartungsgemäß gleich in der ersten Runde des mit 3,45 Mio. Dollar dotierten Masters-Series-Turniers in Miami geschlagen geben. Der 28-jährige Kärntner war gegen den US-Qualifikanten Jeff Morrison auf verlorenem Posten, doch sah er dies auf Grund der fehlenden Matchpraxis keinesfalls als Grund, um Trübsal zu blasen.
"Es war schön, wieder auf dem Platz stehen zu dürfen und Tennis zu spielen", meinte Koubek, der nach zwei Monaten Urlaub bzw. Vorbereitung und einer dreimonatigen Sperre durch den internationalen Tennisverband erstmals seit November wieder um ATP-Punkte spielte. "Ich habe vorher gewusst, dass es nicht einfach sein wird, schließlich bin ich erst vor vier Wochen operiert worden. Aber es war gar nicht so schlimm. Ich habe im zweiten Satz ganz gut gespielt und mich gut gefühlt", sagte der ÖTV-Daviscupper.
Das rechte Knie, das er einer Arthroskopie unterziehen hatte müssen, hat er noch nicht hundertprozentig belastet. "Ich habe mich noch nicht so wirklich getraut. Es ist schwer, sich so zu bewegen wie immer, dabei ist das normalerweise eine meiner Stärken." Koubek hatte zu Beginn Schwierigkeiten, sich wieder ans Tempo zu gewöhnen, geriet daher auch rasch mit 0:4 ins Hintertreffen. Satz eins war nach nur 20 Minuten weg. Im zweiten erkämpfte er immerhin ein Rebreak zum 4:4, ehe er doch in zwei Sets verlor.
"Im Großen und Ganzen war es in Ordnung. Nach fast fünf Monaten ohne Turnier fehlt natürlich die Spielpraxis komplett", resümierte Koubek, der auch bei der Aufschlagbewegung noch Probleme hatte, womit auch die für ihn ungewöhnlichen neun Doppelfehler zu begründen sind. Koubek freute am meisten, dass er von den Spielern sehr freundlich begrüßt wurde, und der Formalfehler seines damaligen Arztes ihm keinesfalls als Doping angelastet wurde. "Ich habe sehr oft 'welcome back' gehört", erzählte Koubek. Das Schlimmste sei nun vorbei, nun konzentriert er sich ganz auf die europäische Sandsaison. Seine nächsten Turniereinsätze sind Valencia, Monte Carlo und Barcelona. (apa)
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