Schwimmen: Markus Rogan vor lang- fristiger Kooperation mit v. d. Hoogenband!
- Guter Draht zu "VdH" und Bau von Eindhoven-Zentrum
- Ian Thorpe geht bei den Dutch Open nicht an den Start
Das erste gemeinsame Trainingslager von Markus Rogan mit Pieter van den Hoogenband wird wohl eine Neuauflage erleben. Seit gut einer Woche trainiert der zweifache olympische Silber-Medaillen-Gewinner vom SV Schwechat beim niederländischen Olympiasieger in Eindhoven, die äußerst gute sportliche Partnerschaft und der Bau einer hochmodernen Schwimm-Arena in der Philipps-Stadt machen eine Fortsetzung logisch. Der Kontakt zwischen "VdH" und Österreichs "Sportler des Jahres" entstand bei Olympia in Athen.
Im Dezember wird die neue Arena in der niederländischen 200.000-Einwohner-Stadt fertig, Rogan-Coach Robert Michlmayr schwärmt schon jetzt davon: "Das wird die tollste Anlage in Europa, in olympischen Ausmaßen - mit zehn Bahnen und 18 Meter hoch. In der Trainingshalle wird es vier 50-m-Bahnen geben, mit Unterwasser-Kameras und Video-System." Rogan aber auch seine Klub-Kolleginnen Fabienne Nadarajah und Marilies Demal sollten in ihrer langfristigen Vorbereitung auf Olympia 2008 in Peking von diesen Möglichkeiten profitieren.
Eine Abordnung des Europa-Verbandes (LEN) wird das Projekt am Wochenende inspizieren. Eindhoven sieht sich schon als Ausrichter der Langbahn-EM 2008, die Vergabe-Entscheidung wird aber erst im Dezember bei der Kurzbahn-EM in Triest offiziell veröffentlicht. Die LEN-Visite trifft mit dem "Dutch Open Swim Cup" zusammen, an dem von Freitag bis Sonntag etliche Asse teilnehmen. Neben Hoogenband und Rogan treten u.a. der Brite Mark Foster und der Australier Michael Klim an, sein Landsmann Ian Thorpe wird nur für Werbezwecke anreisen.
Grundlagenausdauer steht an erster Stelle im Trainingsprogramm
Daher entfällt auch das reizvolle Duell Hoogenbands mit "Thorpedo" über 200 m Kraul, in diesem Rennen wäre auch Rogan gerne dabei gewesen. Der 22-Jährige wird seine Starts breit streuen. Über 100 und 200 m Rücken sowie 200 m Lagen hat er den Bonus, als Olympia-Finalist bzw. EM-Medaillen-Gewinner im Finale einzusteigen. Die Zeiten sind für den Wiener wie für Nadarajah und Demal in dieser Saisonphase noch nebensächlich. Michlmayr: "Beim Austria Meeting in vier Wochen hat das schon mehr Gewicht, jetzt geht's noch um die Grundlagenausdauer."
Und an dieser lässt sich für Rogan mit Hoogenband vortrefflich arbeiten. "Sie sind in der selben frühen Trainingsphase, da profitieren beide voneinander. So kann sich Markus von Pieters Kraultechnik etwas abschauen", weiß Michlmayr. Abseits des Schwimm-Trainings machte das SVS-Quartett einen Abstecher in das Philipps-Stadion, Heimstätte des Champions-League-Viertelfinalisten PSV. Geführt wurden sie übrigens von Hoogenbands Vater, seines Zeichens Mannschaftsarzt beim niederländischen Meister. (apa)
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