Neuer starker Mann: Gilbert Schaller wurde als ÖTV-Sportdirektor präsentiert
- Steirer möchte "taktische Fähigkeiten" am Platz fördern
Der seit kurzem 36-jährige Gilbert Schaller ist der neue starke Mann im österreichischen Tennisverband. Der frühere Weltklasse-Spieler, der es in seiner Karriere bis auf Platz 17 der Weltrangliste gebracht hat, wurde am Montag im Bundesleistungszentrum Südstadt offiziell als neuer ÖTV-Sportdirektor präsentiert.
Sein Konzept baut auf jenem seines Vorgängers Stan Franker auf, allerdings steht Schaller 40 bis 45 Wochen im Jahr zur Verfügung. Unterzeichnet wurde ein Fünf-Jahresvertrag. Franker, der nur etwa 20 Wochen eingesetzt wurde und bei einer Vollverpflichtung zu teuer gewesen wäre, hatte zu Weihnachten selbst das Handtuch geworfen und Schaller als seinen Nachfolger empfohlen.
"Eigentlich wollte ich Schilli schon vor fünf Jahren haben. Ich glaube, er ist eine hervorragende Person für diese Aufgabe. Schaller war immer Einer, der ein bisserl unterschätzt worden ist", meinte ÖTV -Präsident Prof. Ernst Wolner. Schaller ist der sportliche Chef, wird sich aber auch mit Daviscup-Kapitän Thomas Muster und Fed-Cup- Kapitän Alfred Tesar abstimmen.
Südstadt soll forciert werden
"An oberster Stelle steht für mich die weitere Etablierung des Leistungszentrums Südstadt als ÖTV-Ausbildungszentrum", erklärte Schaller. Natürlich gebe es Verbesserungsmöglichkeiten wie die Platzsituation im Winter, die Optimierung des Konditionstrainings und das Wecken der Bereitschaft der Jahrgangsbesten, in die Südstadt zu kommen. "Aber das geht nicht von heute auf morgen", weiß der Familienvater.
Schaller möchte insgesamt fünf Vierer-Gruppen (drei Burschen-, zwei Mädchen-Gruppen) installieren. Auch er selbst wird sich auf dem Platz um eine Gruppe kümmern, als Trainer zur Seite stehen ihm vorerst Thomas Weindorfer, Thomas Strengberger sowie bei der vorerst kleinen Mädchengruppe Peter Eipeldauer. Ein wichtiges Anliegen ist Schaller auch die Fortbildung der Trainer. (apa)
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