Donnerstag, 24. März 2005

"profil": Norbert Steger rechnet nicht mit Antreten von Jörg Haider bei FPÖ-Parteitag

  • "profil"-Interview: Ex-FPÖ- Chef über Parteitag am 23. 4.
  • Bei knapper Mehrheit wäre Landeshauptmann "erledigt"

In einem Interview in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" zieht Norbert Steger, freiheitlicher Vizekanzler von 1983 der 1986, Parallelen zwischen der aktuellen Situation der FPÖ und jener vor dem Innsbrucker Parteitag 1986, wo er zugunsten des heutigen Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider als Parteiobmann abgewählt worden war. "Damals wie heute befürchten die FPÖ-Delegierten, dass die Regierungskoalition nicht mehr über 50 Prozent kommt", sagt Steger. "Und das war auf einem Parteitag immer ein Grund, die Führung abzuwählen."

Hinter dem Wiener Parteiobmann Heinz-Christian Strache, stehe vor allem der rechte Flügel der Partei: "Die Allianz heißt nicht, wie viele glauben, Stadler-Strache-Mölzer, sondern Strache und die Korporationen. Diese hat er mit seinem von vielen als lächerlich empfundenen Fecht-Duell auf Knopfdruck hinter sich versammelt." Jörg Haider habe Ähnliches "1986 bereits vorgemacht, nur um einiges geschickter".

Steger glaubt nicht, dass es beim FPÖ-Parteitag am 23. April zu einer Kampfabstimmung zwischen Strache und Haider kommen wird. Seine Prognose: "Wenn Strache antritt, dann kommt Haider gar nicht zum Parteitag." Haider würde seiner Einschätzung nach nicht mehr als knapp die Hälfte der Delegierten hinter sich versammeln können. Steger im "profil"-Interview: "Wenn der ehemalige Popstar der Innenpolitik nur 55 Prozent bekommt, ist er erledigt. Dann ist er ein Altpolitiker, der es gerade noch einmal geschafft hat - und Strache ist der Kaiser."

Lesen Sie die ganze Story im aktuellen "profil"!

24.3.2005 08:26