Blutige Ostern im Irak: Wieder zahlreiche Tote und Verletzte durch Bombenanschläge
- Pilger, Dolmetscherinnen & Zivilisten unter den Opfern
Bei einem Selbstmordanschlag südlich der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Freitag mindestens zwei Iraker getötet worden. 19 weitere Menschen hätten Verletzungen erlitten, als der in einem Minibus fahrende Attentäter in der Nähe einer Polizeiwache bei Hilla seinen Sprengsatz zündete, teilte die örtliche Polizei mit. Bei den meisten Opfern handele es sich um schiitische Pilger, die auf dem Weg in die heilige Stadt Kerbela gewesen seien.
Bei einer Serie von Anschlägen auf die irakischen Sicherheitskräfte waren zuvor wieder fast 20 Menschen getötet worden, wie die Behörden am Freitag mitteilten. Bei einem Doppelselbstmordanschlag in der südlich von Bagdad gelegenen Stadt Iskandriya auf einen Militärkonvoi und eine Polizeiwache wurden am Freitag vier Polizisten, zwei Zivilisten und ein Soldat getötet. In Bagdad wurde ein Oberst erschossen, der gerade von der Beerdigung eines Verwandten kam.
In der Stadt Ramadi hatte ein Selbstmordattentäter am Donnerstag elf irakische Soldaten mit in den Tod gerissen, 14 weitere Menschen wurden verletzt, wie ein US-Militärsprecher. Im Osten von Bagdad wurden fünf Dolmetscherinnen erschossen, die für die US-Streitkräften arbeiteten. (apa/red)
