Gipfeltreffen in Algier: Arabische Liga erneuert Friedensangebot an Israel
- Staatenbund will Friedensplan von 2002 wiederbeleben
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Die Arabische Liga hat ihr Friedensangebot an Israel erneuert. Die Vertreter des 22-Staaten-Bunds stimmten auf ihrem Jahresgipfel am Dienstag in Algier für die Wiederbelebung des im Jahr 2002 vorgelegten Friedensplans, wie der jordanische Außenminister Hani al-Moulki der Nachrichtenagentur AFP in der algerischen Hauptstadt sagte. "Wir bringen die Initiative wieder ans Licht und beleben sie neu", fügte er hinzu. Sollte Israel dem Plan zustimmen, würden die Mitglieder der Liga "den arabisch-israelischen Konflikt als beendet betrachten".
Der auf jordanischen Vorschlägen beruhende Plan sieht eine Anerkennung Israels durch die arabischen Staaten vor, wenn sich Israel aus besetztem Gebiet zurückzieht, einen Palästinenserstaat anerkennt und den palästinensischen Flüchtlingen mehr Rechte gewährt. Die Liga hatte den Plan im Sommer 2002 erstmals verabschiedet; damals war er von Israel abgelehnt worden.
Mit einem Appell an den Westen zur Zusammenarbeit im Anti-Terror-Kampf hat der algerische Präsident Abdelaziz Bouteflika am Dienstag das Gipfeltreffen der Arabischen Liga in Algier eröffnet. "In dieser Welt bekämpft jeder seinen eigenen Terrorismus. Einige bekämpfen den Islam, andere benutzen ihn als Vorwand, um in Länder einzumarschieren", sagte Bouteflika in Anspielung auf den Irak-Krieg. Notwendig sei eine einheitliche Definition des Terror-Begriffs, um "eine Allianz zwischen den Zivilisationen" zu schmieden.
Der Generalsekretär der Liga, Amr Mussa, erklärte: "Dieses Jahrhundert hat uns gleich zu Anfang in eine wenig beneidenswerte Lage gebracht." Die meisten Araber verfolgten eine gemäßigte Haltung. Daher sei der Vorwurf ungerecht, dass sie für terroristische Tendenzen besonders anfällig seien. Mussa rief die 21 arabischen Staaten und die palästinensische Autonomiebehörde dazu auf, eine Stabilisierung des Iraks zu unterstützen. Zugleich verwahrte er sich gegen die "Einmischung in innere Angelegenheiten von Staaten und die gewaltsame Veränderung von Gesellschaften". (apa/red)
