Sonntag, 10. April 2005

SP hofft auf Zugewinne in Großgemeinden:
In Bludenz will man Bürgermeistersessel

  • 1995 ging das Amt des Ortschefs an die ÖVP verloren

Die Sozialdemokraten rechnen bei der Vorarlberger Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahl am 10. April mit deutlichen Zugewinnen in den großen Gemeinden. "Die Aussichten dafür sind gut", erklärte Landesparteiobfrau Elke Sader gegenüber der APA.

Im Jahr 2000 verbuchte die SPÖ landesweit 13,2 Prozent (minus 1,4 Prozentpunkte im Vergleich mit 1995) der Stimmen und 161 der 1.752 Mandate für sich. In Bludenz will die SPÖ den Bürgermeistersessel zurückerobern, den sie 1995 an die ÖVP verloren hat. Die SPÖ tritt heute in 35 der 96 Vorarlberger Kommunen (2000: 38) sowie in einer Ortschaft mit einer SPÖ-nahen Liste an.

Derzeit stellt die SPÖ in den zwei Kleingemeinden Bürs und St. Gallenkirch (beide Bezirk Bludenz) den Bürgermeister. In Bürs soll es jedenfalls so bleiben, während Sader das Halten des Bürgermeisteramts in St. Gallenkirch als engagiertes Ziel bezeichnete. Bis Jahresende wurde mit Gaschurn im Montafon eine dritte Gemeinde im Bezirk Bludenz von einem SPÖ-Bürgermeister regiert. Nach dessen Rücktritt aus beruflichen Gründen hat der vorherige FPÖ-Vizebürgermeister sein Amt übernommen. "Den Bürgermeistersessel in Bludenz zu erobern ist ein konkretes Ziel", sagte Sader.

Den Wahlkampf werden die jeweiligen Ortsgruppen laut Sader selbstständig bestreiten. "Wir bieten finanzielle und organisatorische Unterstützung, inhaltlich mischen wir uns aber nicht ein", erklärte die SPÖ-Landesparteichefin. In den diversen Gemeinden seien Gegebenheiten und Inhalte zum Teil recht unterschiedlich. "Es gilt den Schwung von der Landtagswahl im vergangenen September mitzunehmen", gab sich Sader optimistisch.
(apa)

10.4.2005 07:32