Sonntag, 27. März 2005

Zwei Wochen nach Selbstmord der Freundin: Mann erhängt sich ebenfalls

  • Auslöser der Tat soll Streit der beiden gewesen sein
  • Tragische: Das Paar hinterlässt zwei kleine Kinder

Knapp zwei Wochen, nachdem sich eine 34 Jahre alte Frau in Leutschach in der Südsteiermark das Leben genommen hatte, beging nun auch der Lebensgefährte der Frau Selbstmord. Der 39-Jährige hatte die Frau damals erhängt aufgefunden. Sein anschließender Suizid war damals gescheitert - er wurde von den Brüdern seiner Lebensgefährtin rechtzeitig gefunden. Auslöser für die Tat Mitte März soll ein banaler Streit zwischen den beiden Südsteirern gewesen sein. Das Paar hinterlässt zwei Kinder im Alter von zehn und dreizehn Jahren.

Die Kriminalisten hatte in Leutschach (Bezirk Leibnitz) vor knapp zwei Wochen anfangs Mordalarm gegeben. Bei der Obduktion stellte sich dann aber heraus, dass sich die 34 Jahre alte Frau selbst erhängt hatte. Der Mann hatte seine Lebensgefährtin damals tot im Badezimmer entdeckt. Obwohl er seine Lebensgefährtin noch vom Seil schnitt, kam für sie jede Hilfe zu spät. Als der 39-Jährige sich dann auch erhängen wollte, wurde er in letzter Sekunde gerettet und in die Landesnervenklinik nach Graz gebracht.

Erst vor wenigen Tagen ist er aus dem Spital entlassen worden und war bei seiner Mutter eingezogen. Als diese ihren Sohn Sonntag früh nicht in seinem Bett fand, verständigte sie seine Geschwister und die Exekutive. Gemeinsam fuhren sie zum Wohnhaus des Paares. Da die Haustür versperrt war, musste vom Stiefvater der Toten der Zweitschlüssel geholt werden. Die Gendarmerie fand den 39-Jährigen schließlich am Dachboden. Er hatte sich mit einem so genannten Sperrgurt erhängt. Die beiden Kinder des Pärchens wurden bei den Eltern der Frau untergebracht. Sie mussten psychologisch betreut werden.(apa/red)

27.3.2005 20:29