Mittwoch, 23. März 2005

"Watschen" für die Schüler: Zwei Lehrer wurden umgehend vom Dienst suspendiert

  • Burgenland: Untersuchung nach Vorfällen an Schulen
  • Landesschulratspräsident: "Mit aller Strenge vorgehen"

Zwei Fälle, in denen Lehrer Schüler geohrfeigt haben sollen, beschäftigen derzeit die Schulbehörden im Burgenland: Nach einem Bericht einer Tageszeitung sollen ein Lehrer der Hauptschule Rosental und ein Lehrer der polytechnischen Schule in Eisenstadt Schülern eine Ohrfeige verpasst haben und deshalb vom Unterricht suspendiert worden sein. Gegen die Lehrer soll auch Anzeige bei der BPD Eisenstadt erstattet worden sein.

Die Lehrkräfte seien suspendiert worden, "weil es eine Tatsache ist, dass die Watschen gefallen sind", so Landesschulinspektor Erwin Deutsch. Der genaue Hergang werde noch erhoben. Auf Grund des Berichtes könnte es dann - abhängig vom Ergebnis - zu einer schriftlichen oder mündlichen Verwarnung der beiden Lehrkräfte oder zu einer Verhandlung vor einer Disziplinarkommission kommen. Zuvor würden noch Schüler, Lehrer und Eltern befragt, man müsse noch genau im Detail prüfen.

Der amtsführende Landesschulratspräsident Gerhard Resch bestätigte ebenfalls die Suspendierung der beiden Lehrer. Er betonte, dass es sich dabei nicht um eine Vorverurteilung handle. Als erste Konsequenz sollen die betroffenen Schüler nicht mehr von den zwei Lehrkräften unterrichtet werden. "Die, wie viele meinen, 'gesunde Watschn' hat im Unterricht nichts zu suchen. Daher werden wir mit aller Strenge vorgehen", so Resch.
(apa/red)

23.3.2005 14:55