18 Missbrauchsfälle in Wien aufgedeckt: Verdächtiger nach DNA-Treffer verhaftet!
- Polizei spricht von einem der größten Fälle in Österreich
- 30-Jährigem werden Taten seit 1996 angelastet
Fahndungserfolg für die Wiener Polizei: Mindestens 15 Unmündige und drei Erwachsene soll der 30-jährige Alexander S. seit 1996 in Wien missbraucht haben. Der Verdächtige wurde nach einem DNA-Treffer verhaftet und in U-Haft genommen. Der Mann verging sich außerdem an drei Erwachsenen.
Es handelt sich nach Angaben der Polizei um einen der schwersten Fälle von Kindesmissbrauch in Österreich: An 15 Kindern - zwei Buben und 13 Mädchen - und an drei Erwachsenen hat sich ein Elektriker aus Wien-Margareten seit 1996 vergriffen. Die Taten flogen auf, nachdem Alexander S. (30) im Dezember vergangenen Jahres eine Prostituierte ermorden wollte, hieß es am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in der Kriminaldirektion 1.
Alexander S. wollte nach Angaben von Dr. Ernst Geiger, Leiter der Kriminaldirektion 1, am 15. Dezember 2004 eine Prostituierte umbringen. Er strangulierte die Frau mit einem Stromkabel. Das Opfer konnte halb nackt flüchten. Im Zuge der Ermittlungen wurde der 30-Jährige als Tatverdächtiger ausgeforscht.
Ein DNA-Test brachte den Elektriker mit zwei ungeklärten Fällen von Missbrauch in Verbindung. Bei den Einvernahmen gestand er schließlich zahlreiche Delikte.
Kinder auf Straße angesprochen
Die Kinder sprach der Mann auf der Straße an. Er drängte sie in Keller und verging sich an ihnen. Die Polizei sprach von Oralverkehr, Schlägen und Quälen mit brennenden Zigaretten. Versuche, die Minderjährigen zum Geschlechtsverkehr zu zwingen, scheiterten.
S. selbst bezeichnete sich bei den Einvernahmen als "nicht krank". Er habe ein gestörtes Verhältnis zum Sex mit Frauen, darum habe er sich an Kindern vergangenen. Geiger sprach von einem der größten Fälle in Österreich, "wo über einen so langen Zeitraum hinweg Kinder derart schwer misshandelt wurden".
(apa)
