Verteidigungsminister: Misshandlungs-Affäre des Bundesheers ist abgeschlossen
- Neuerliche Misshandlungen aber nicht ausgeschlossen
- Platter: "Keine Konsequenzen mehr nötig"
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Nach den Misshandlungsvorwürfen beim Bundesheer fordert die Bundesheer-Beschwerdekommission grundlegende Änderungen bei der Ausbildung der Soldaten. Dem widerspricht Verteidigungsminister Platter in einem Radiointerview. Seiner Ansicht nach sind die nötigen Konsequenzen aus der Affäre bereits gezogen worden.
Nach Ostern werde mit einer speziellen Schulung der Ausbildner begonnen, so Platter. Neue Übergriffe und Misshandlungen kann der Verteidigungsminister dennoch nicht ausschließen. "Ein gänzliches Nein kann man nie sagen."
Personelle Änderungen unter den militärischen Führungskräften lehnt Platter ab. Kritik in dieser Frage allein am Leiter des Führungsstabs, Generalmajor Segur-Cabanac, sei unzulässig. Die Position des Brigadiers stehe nicht zur Diskussion.
Trennung der Ausbildung von Grundwehrdienern und Kader
Der Vorsitzende der Kommission, SPÖ-Wehrsprecher Gaald, fordert "eine strikte Trennung zwischen der Ausbildung von Rekruten und der Ausbildung von Kaderpersonal". Beispielsweise habe die Übung von Geiselnahmen im Ausbildungsprogramm von Grundwehrdienern nichts verloren. Außerdem sehe die Bundesheer-Beschwerdekommission auch Mängel bei den Ausbildnern selbst. Diese müssten besser geschult werden, so Gaal.
(apa/red)
