Mittwoch, 23. März 2005

Mord und Selbstmord in Wien-Landstraße: Mann erwürgt Frau und richtet sich selbst

  • Sohn des Ehepaares alarmierte nach Vorfall die Rettung
  • Bevorstehende Scheidung gilt als mögliches Tatmotiv

Mord und Selbstmord in Wien-Landstraße: Nach Angaben der Wiener Polizei ist am Dienstagabend ein Ehepaar tot in seiner Wohnung gefunden worden. Der Sohn hatte die Rettung verständigt, die wiederum die Polizei informierte. Der Familientragödie war ein Streit vorausgegangen. Der 40-jährige Mann schlug mit einem Hammer auf den Kopf seiner Frau ein, ehe er sie mit einem Kanelerdrosselte. Schließlich schoss er sich selbst in die Brust.

Die türkisch-stämmige Familie U. stand laut Polizei offenbar kurz vor der Scheidung. Die 36-jährige Frau wollte sich von ihrem Mann trennen, was dieser offenbar nicht verwinden konnte. Immer wieder kam es zu Auseinandersetzungen des Paares, die auch die Polizei mehrfach beschäftigten. Der 40-Jährige befand sich im Besitz einer Faustfeuerwaffe.

Zu einem Streit dürfte es auch am Dienstagabend gekommen sein. Laut Polizei schickte der Mann die beiden Söhne (15 und elf) weg. Dann würgte er seine Frau mit einer Wäscheleine, schlug ihr mit einem kleinen Hammer auf den Kopf und tötete sie schließlich mit einem Schuss. Dann richtete er die Faustfeuerwaffe gegen sich selbst und erschoss sich.

Die Kinder entdeckten die Bluttat, als sie zurückkamen. Der 15- Jährige sperrte die Wohnung auf, sah seine Eltern in der Wohnung liegen und verständigte die Einsatzkräfte. Die Polizei schloss ein Gewaltverbrechen durch dritte "mit ziemlicher Sicherheit" aus. (apa)

23.3.2005 11:09