Skandal-Fall um NÖ-Ärztin: Leiche von 80-jährigem Pensionisten wurde exhumiert
- Obduktion durch Gerichtsmedizin für neue Aufschlüsse
- Ärztin hatte sich geweigert, Pensionist sofort zu helfen
Die Leiche jenes 80-jährigen Pensionisten aus Zemling (Bezirk Hollabrunn), dem von einer Ärztin im Februar die Hilfeleistung zunächst verweigert worden war, wurde laut Zeitungs-Bericht am Montag auf Anweisung der Staatsanwaltschaft exhumiert.
Der Leichnam soll nun von der Wiener Gerichtsmedizin obduziert werden, um festzustellen, ob der 80-Jährige bei rechtzeitiger Hilfe durch die Ärztin noch leben könnte. Die Ärztin hatte sich zunächst heftig geweigert, zu dem 80-Jährigen in die Nachbargemeinde zu fahren und war laut Telefonprotokoll aus der Notrufzentrale erst 15 Minuten nach der Benachrichtigung zu dem Mann gefahren. Als sie dort eingetroffen sei, so die Ärztin laut "Kurier", sei er längst tot gewesen. Das hätten seine starren, eingetrockneten Augen bewiesen.
Laut "Kurier" will der Staatsanwalt genau das überprüfen, da man gegen die Ärztin wegen "fahrlässiger Tötung" ermittle: "Dazu benötigen wir ein ärztliches Gutachten", wird Staatsanwalt Friedrich Köhl zitiert. (apa)
