Entwarnung in Linz-Ebelsberg: Gefundene
Fliegerbombe entpuppt sich als Testbombe
- Polizei sperrte Gelände im Umkreis von 300 Metern ab
- Wegen Warnung wurde sogar ein Begräbnis verschoben
Falschen Fliegerbomben-Alarm gab es Dienstagnachmittag im Linzer Stadtteil Ebelsberg. Die vermeintliche Fliegerbombe erwies sich bei näherer Untersuchung als harmlose "Testbombe". Kurz danach wurde eine zweite gefunden. Die Polizei, die zuerst aus Sicherheitsgründen das Areal um den Fundort gesperrt und darin befindliche Personen evakuiert hatte, gab wieder Entwarnung.
Ein Bauarbeiter hatte mit seinem Bagger die einer 150 Kilogramm Fliegerbombe sehr ähnlich sehende Testbombe in einer Baustelle an der Wienerstraße vor der Hillerkaserne des Bundesheeres ausgegraben. In den sofort eingerichteten Sperrkreis fielen unter anderem die Wienerstraße und die Florianerstraße. Der Verkehr wurde über die Ebelsberger Umfahrung umgeleitet.
Betroffen war auch ein Begräbnis am Ebelsberger Friedhof, das unmittelbar bevorstand und verschoben werden musste. In dem Bereich befinden sich zudem mehrere Mehrparteienhäuser, ein Kindergarten und eine Hauptschule, die geräumt werden mussten. Auch eine Evakuierung von Soldaten aus der Kaserne wurde überlegt.
Experten der Exekutive stellten aber bei der näheren Untersuchung des Fundobjektes fest, dass die "Bombe" keinen Sprengstoff enthielt. Derartige, mit Leuchtspur versehene Geschoße waren von den Flugzeugen zum Test abgeworfen worden, um zu prüfen, ob echte Bomben auch wirklich das gewünschte Ziel treffen würden. Da es davon wesentlich weniger Abwürfe gab, sind derartige Funde sehr selten. Das Aussehen der Testbomben ist kaum bekannt, ihre Einschätzung ist nur Experten möglich. (apa/red)
