Verletzungsfalle Frühjahrsputz: Jeden
Tag landen 85 Menschen im Krankenhaus
- Statistik: 71 Prozent der Verunglückten sind weiblich
- Knochenbrüche und offene Wunden führen "Hitliste" an
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Der Frühjahrsputz ist nicht nur mühsam, sondern offenbar auch gefährlich: 85 Menschen landen pro Tag in den Monaten März und April bei der Großreinigung der eigenen vier Wände im Krankenhaus. Davor warnte das Institut "Sicher Leben". Laut dem Institut putzten sich 2003 in Österreich rund 19.000 Menschen krankenhausreif, wobei März und April - die klassischen Monate für den Frühjahrsputz - dabei einen Spitzenplatz einnehmen.
71 Prozent der Verunglückten waren weiblich. Besonders gefährdet sind ältere Damen, denn jede Dritte aller Verunfallten war 60 Jahre oder älter. "Viele Verletzungen resultieren aus Stürzen von wackeligen Stühlen, alten Leitern oder improvisierten Steighilfen, die teilweise nur mit Socken oder Schlapfen bestiegen wurden", sagte Rupert Kisser, Leiter des Instituts "Sicher Leben".
Die Rangliste der häufigsten Verletzungen wird von Knochenbrüchen und offenen Wunden mit jeweils 23 Prozent angeführt, dicht gefolgt von Prellungen vor allem der Rippen und des unteren Teils der Wirbelsäule mit 20 Prozent. Vor allem die oberen Extremitäten sind gefährdet, 50 Prozent der Verletzungen betreffen sie.
Um das Haus oder die Wohnung sicher zu reinigen, sollte man sich vor allem Zeit nehmen, empfahl das Institut. Zudem ist flaches und rutschfestes Schuhwerk sinnvoll. Eine leichte Aluminiumleiter mit griffigen Trittflächen und Standfüßen, fixer Spreizsicherung sowie Ablagemöglichkeit sollte in keinem Haushalt fehlen. Kübel und Staubsauger sind so abzustellen, dass sie nicht zum Hindernis werden. Besondere Vorsicht ist auch bei frisch gewischten Böden geboten, wenn man nicht hart landen will.
"Zu einer der unsichersten Aktivitäten beim Frühjahrsputz zählt außerdem das Fensterputzen. Viele stützen sich auf der Fensterbank ab und hängen so immer leicht über dem Abgrund. Damit Fensterputzen nicht zum lebensgefährlichen Hochseilakt wird, immer nur von der Rauminnenseite putzen und auf einen Teleskopreiniger zurückgreifen", so Kisser. "Ältere Menschen sollten für das Fensterputzen professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Haben Verwandte keine Zeit, sind auch Reinigungsfirmen eine bezahlbare Alternative." (apa/red)
