Nachzahlung für 13.500 Pensionisten: Harmonisierung entschärft Reform
- Haubner: Betroffene erhalten im Schnitt 477 Euro mehr
- SP-Kritik: Erst kürzen, dann Alles rückgängig machen
Sozialministerin Ursula Haubner (F) freut sich über Pensionsrückzahlungen in Höhe von 6,5 Millionen Euro an 13.500 Pensionisten. "Wer 2004 in Pension gegangen ist und über fünf Prozent verloren hat, dem wird diese Differenz nun mit seiner März-Pension ausbezahlt", bestätigte Haubner in einem Radio-Interview. Im Schnitt sind das laut Haubner 477 Euro pro Kopf.
Im Bereich der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) gebe es 12.448 Fälle mit einer Gesamtnettonachzahlung von 6,219.284,98 Euro, bei der Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) handle es sich um 859 Fälle mit einer Gesamtnettonachzahlung von 115.570,16 Euro und bei der Versicherungsanstalt der Eisenbahner und des Bergbaus (VAEB) bekommen 254 Personen eine Gesamtnettonachzahlung in der Höhe von 113.923,91 Euro.
"Neben der Langzeitversichertenregelung, der Beibehaltung der Invaliditätspension und der Schwerarbeiterregelung haben wir mit der Senkung des Deckels eine weitere gerechte und sozial ausgewogene Maßnahme gesetzt. Das wird spätestens Ende März für 13.500 Pensionisten in Geld spürbar", so Haubner.
Bures: "Unverfrorenheit" von Haubner
SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures hält das "Selbstlob" von Sozialministerin Ursula Haubner (F) im Zusammenhang mit der teilweise Rückzahlung von erlittenen Pensionsverlusten für "unverfroren". Zuerst würden die Pensionen "gravierend gekürzt, dann wird ein kleiner Teil der Kürzungen wieder rückgängig gemacht - da braucht es schon eine gehörige Portion Zynismus, um das den Betroffenen als Erfolg und als 'mehr Geld' zu verkaufen", so Bures am Montag in einer Aussendung. (apa/red)
