Go east! Tanken im Osten Österreichs viel günstiger als im Westen des Landes
- Sogar in Wien selbst herrscht ein Ost-West-Gefälle!
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·Diesel wird wieder um drei Cent teurer!
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·Auto kostet schon 463 Euro pro Monat
ÖAMTC-Rechnung: 11 % Verteuerung seit 2000
Dieselfahrer in Westösterreich müssen an der Tankstelle mehr bluten als ihre Mitbürger aus dem Osten des Landes. Das gleiche, wenn auch nicht so deutlich ausgeprägt, gilt für die Besitzer von Autos mit Benzinmotoren. Selbst in Wien ist eine Tankfüllung in den östlichen Bezirken günstiger als in der Nähe des Wienerwaldes, geht aus der aktuellen Preistrichteranalyse der Arbeiterkammer (AK) hervor. Untersucht wurde der Zeitraum 2. bis 4. März 2005.
Neben den Ostösterreichern müssen teilweise auch die Kärntner, Steirer und Oberösterreich weniger tief in die Tasche greifen. Für das Burgenland liegen wegen technischer Probleme keine Zahlen vor. Insgesamt schwanken die Preise österreichweit für Eurosuper zwischen 0,891 und 1 Euro, bei Diesel reichte die Spanne von 0,808 bis 0,914 Euro.
Auffällig ist, dass im März des heurigen Jahres fast ganz Westösterreich in der teuersten Diesel-Zone liegt, während es vor einem Jahr noch Regionen mit günstigen Tankstellen gab. Im März 2004 lag die Preisspanne bei Diesel zwischen 0,702 und 0,798 Euro - also deutlich niedriger als heuer. Bei Eurosuper ist es regional nur zu geringen Verschiebungen gekommen, die Preisspanne lag im März 2004 bei 0,861 bis 0,936 Euro und somit geringfügig unter den aktuellen Preisen.
Diesel im Jahresschnitt um 15 Prozent teurer
Tanken ist im Jahresvergleich teurer geworden. Die Arbeiterkammer (AK) hat Anfang März bundesweit knapp 1.600 Tankstellen unter die Lupe genommen und dabei festgestellt, dass Diesel innerhalb eines Jahres um 15 Prozent und Eurosuper um 6 Prozent teuerer wurde. Ein Tagespendler von Wien nach Neusiedl mit einem Diesel-Pkw zahlt durch die Verteuerungen im Jahr um 100 Euro mehr, tankt er Eurosuper, kostet es um fast 50 Euro mehr.
Im Schnitt war Diesel in Wien am billigsten mit 0,845 Euro pro Liter, in Tirol mit durchschnittlich 0,900 Euro pro Liter am teuersten. Eurosuper war ebenfalls im Wien am günstigsten (durchschnittlich 0,938 Euro pro Liter) und am kostspieligsten in Vorarlberg (durchschnittlich 0,997 Euro pro Liter). Günstige Tankstellen gibt es im Norden Wiens, in den niederösterreichischen Bezirken Hollabrunn, Mistelbach, Gänserndorf, in der Obersteiermark, in den Kärntner Bezirken Villach, Villach Land und Spittal an der Drau sowie in den oberösterreichischen Bezirken Kirchdorf an der Krems, Steyr-Land, Linz-Land, Wels Stadt und Land, Grieskrichen. Nach wie vor kaum Wettbewerb herrscht in Vorarlberg, Tirol und Salzburg.
Für die AK Grund zur Kritik: "Seit knapp zwei Jahren sind die Preise auf Rekordhoch - und jetzt legt die OMV den Autofahrern noch faule Ostereier, sie verteuerte Diesel um drei Cent, und das kurz nach der Bekanntgabe von Rekordgewinnen." Sie fordert von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) eine zügige Untersuchung der Mineralölbranche und die Einschaltung der Wettbewerbsbehörde zur Prüfung der Preisgestaltung. "Wo Wettbewerb funktioniert, ist tanken billiger", so die Kammer.
(apa)
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