Donnerstag, 17. März 2005

Der Osterhase bringt uns teuren Sprit
Benzinpreise werden kräftig angehoben

  • Automobilklubs: Spritpreis-Verteuerungen vor Ostern
  • Voller Tank in Westen um 7 Euro teurer als im Osten

Die Automobilklubs ARBÖ und ÖAMTC warnen vor Spritpreis-Erhöhungen vor den Osterferien. "Bei Diesel wird eine Erhöhung der Trichterpreise (Niedrigstpreise in der Nähe von Diskontern, Anm.) um drei Cent pro Liter etwa bei Shell und BP angepeilt. Der Benzinpreis wurde vor allem auf den Autobahntankstellen um einen Cent erhöht", so der ARBÖ am Donnerstag in einer Aussendung.

Aber er spendet den Autofahrern auch Mut: "In den letzten zwei Wochen hatten die Mineralölkonzerne schon versucht, die Spritpreise um bis zu 4 Cent zu erhöhen, kamen damit aber nicht durch und mussten die Preise anschließend wieder senken." Der ARBÖ wiederholte in diesem Zusammenhang seinen Rat, "auf keinen Fall" bei den teuren Autobahntankstellen, sondern möglichst bei den günstigsten Diskontern tanken. Dies würde die großen Konzerne bei der Preisbildung unter Druck setzen. Gleichzeitig betont der Klub aber auch, dass die Mineralölanbieter derzeit mit den höchsten Preisen auf den internationalen Rohölmärkten seit Oktober 2004 konfrontiert seien.

Preisunterschied rund 7 Euro
Der ÖAMTC empfiehlt Reisenden von Wien nach Tirol, noch in der Bundeshauptstadt zu tanken. Der Preisunterschied für einen vollen Benzintank beträgt rund 7 Euro. Ein Kärntner, der vor der Urlaubsfahrt nach Vorarlberg noch zu Hause Diesel tankt, erspart sich demnach sogar über 10 Euro. Besonders günstig tankt man Superbenzin und Diesel in der Steiermark. Am teuersten ist es in Vorarlberg.

Billigsprit in Tschechien
Auch im Ausland warten auf die Österreicher recht unterschiedliche Preise. Am meisten muss man in Italien hinblättern, hingegen ist es in Tschechien besonders günstig, den Tank volllaufen zu lassen. Das hieße aber nicht unbedingt, dass es in Tschechien günstiger sei als in Österreich, so der ÖAMTC. (APA/red.)

17.3.2005 14:51