Montag, 14. März 2005

Der Osten boomt: Polen und Baltikum
hatten den größten Touristenzuwachs

  • Ein Drittel mehr Übernachtungen in neuen EU-Ländern
  • Italien führt insgesamt vor Spanien und Deutschland

Estland, Polen und Lettland haben nach den Zahlen des europäischen Statistikamtes Eurostat 2004 in der Besuchergunst im vorigen Jahr innerhalb Europas am kräftigsten zugelegt. Estland verzeichnete in den ersten neun Monaten 2004 ein Plus bei den Übernachtungen von 30 Prozent auf knapp 2,6 Millionen, berichtete Eurostat auf der Internationalen Tourismus-Börse am Sonntag in Berlin. In Polen betrug die Zuwachsrate 29 Prozent auf 14,2 Millionen. Lettland zählte 1,5 Millionen Übernachtungen (plus 15,5 Prozent).

Auch Tschechien erlebte einen um 10 Prozent gewachsenen Touristenansturm, 20,4 Millionen Nächte in Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben verbrachten Besucher dort.

Die neuen EU-Ländern gehörten damit eindeutig zu den Gewinnern in der Reisestatistik, wenn auch auf niedrigem Niveau. Insgesamt nahm die Übernachtungszahl um 0,6 Prozent auf 1,1 Milliarde zu. Die meisten Übernachtungen gab es mit 191,8 Millionen in Italien (minus 1,2 Prozent), gefolgt von Spanien mit 190 Millionen (plus 4,3 Prozent). An dritter Stelle liegt Deutschland mit 150,9 Millionen Übernachtungen und einem Plus von drei Prozent.

Die Bundesrepublik sei vor allem für Österreich, Italien und Griechenland das wichtigste Herkunftsland ihrer Gäste, berichtete der Eurostat-Sprecher. In Spanien hätten die Briten jetzt die Deutschen überholt und bei den Übernachtungszahlen die Führungsrolle übernommen.(apa/red)

14.3.2005 11:23