Freitag, 18. März 2005

Institut rät Skitourengehern zu mehr Vorsicht: Bereits 18 Tote in diesem Winter

  • "Couch Potatoes haben in den Bergen nichts verloren"
  • Detaillierte Planung und perfekte Ausrüstung notwendig

Angesichts von 37 Lawinentoten in diesem Winter in Österreich warnt das Institut Sicher Leben speziell Skitourengeher vor den Risiken. Für sie bricht mit Frühjahrsbeginn die beste Saison an. Doch nicht weniger als 18 der bisher 37 Lawinentoten waren Tourengeher.

Mit den milden Temperaturen wird die Schneedecke instabiler, die Lawinengefahr steigt. "Skitouren werden hauptsächlich aus einem Grund immer populärer: der Suche nach einem Abenteuer", erklärt der Leiter des Instituts, Rupert Kisser. Schätzungen zufolge seien pro Saison rund 360.000 Österreicher in den Bergen unterwegs, dazu kommt nochmals eine ähnlich hohe Anzahl an ausländischen Touristen.

"Couch Potatoes haben nichts in den Bergen verloren. Skitouren sind körperlich sehr anstrengend" warnt Kisser. Darüber hinaus wichtig: eine detaillierte Routenplanung sowie eine professionelle Ausrüstung inklusive eingeschaltetem Lawinen-Verschütteten-Suchgerät (auch LVS-Gerät oder Lawinenpieps genannt), Lawinenschaufel, Lawinen-Sonde, Handy, Erste Hilfe-Paket und idealerweise auch einem Lawinen-Airbag. Unmittelbar vor dem Aufbruch sind die örtlichen Lawinenwarnungen zu beachten.

Service
Interessierten Wintersportlern stellt das Institut Sicher Leben unter der Telefonnummer 01-7156644-313 die "Lawinen Fibel" sowie den Folder "Lawinen-Verschütteten-Suchgeräte können Leben retten!" kostenlos zur Verfügung.

18.3.2005 13:26