Kooperation in Aussicht: Bertelsmann liebäugelt mit einer eigenen Handymarke
- Medienkonzern könnte als Virtueller Betreiber auftreten
- Kaffeeröster Tschibo seit letztem Jahr am Handymarkt
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Der deutsche Medienkonzern Bertelsmann denkt über eine eigene Mobilfunkmarke nach. "Wir prüfen den Einstieg als MVNO", sagte Hartmut Ostrowski, Chef der Mediendienstleistungstochter Arvato, auf der Jahrespressekonferenz des Konzerns in Berlin. Beim Mobile Virtual Network Operation (MVNO) kaufen Anbieter, die über kein eigenes Netz verfügen, Kapazitäten bei anderen ein.
Bertelsmann werde dann mit einer eigenen Marke am deutschen Markt auftreten, aber kein eigenes Netz betreiben, sagte Ostrowski. Bertelsmann sei auf alle vier Mobilfunkbetreiber in Deutschland - T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 - zugegangen. Einige seien flexibler als andere, sagte Ostrowski lediglich.
Kaffeeröster als Netzbetreiber
Der Hamburger Kaffeeröster und Handelskonzern Tchibo hatte im Oktober eine Vertriebspartnerschaft mit dem kleinsten deutschen Mobilfunkanbieter o2 gestartet. Gemeinsam bieten die Unternehmen Handys zu Preisen von rund 50 bis 100 Euro. Kunden können ausschließlich im Voraus bezahlte Guthabenkarten kaufen.
Folgt Billigangebot von Vodafone?
Die Partnerschaft trug bei o2 im Weihnachtsgeschäft zum stärksten Kundenzuwachs in der Unternehmensgeschichte bei. Auch Vodafone überlegt, mit einem Billigangebot ähnlich dem Tchibo-Modell an den Markt zu gehen. E-Plus will ebenfalls eine Billigmarke einführen, um weitere Kundengruppen zu erreichen.
Download-Plattform geplant
Ostrowski kündigte zudem eine digitale Download-Plattform an, die in Kürze starten soll. Auf der Plattform mit Namen "Gnab" will Bertelsmann Filme und Spiele anbieten. (apa)
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