Mittwoch, 16. März 2005

Alarm-Signale bei der AUA

  • Lufthansa-Swissair-Coup: AUA unter Fusionsdruck

Warnschuss: Kann AUA nach Flugfusionswelle allein überleben?
Warnruf: AUA-Minister Gorbach: „Airline muss noch mehr kämpfen.“

L ufthansa-Boss Wolfgang Mayrhuber hat den Megacoup ebenso behutsam wie verschwiegen eingefädelt. Jetzt sind die Pläne des österreichischen Chefs der deutschen Airline allerdings gelüftet worden – und sorgen inzwischen für gröbere Turbulenzen.

Kein Wunder, Mayrhuber peilt die Übernahme der Schweizer Airline Swiss an, die damit gleichzeitig in den Flugverbund der Star Alliance eingebunden wird. Der Deal erschüttert aber nicht nur den Nationalstolz der Eidgenossen, sondern auch gleich die ganze internationale Luftfahrtbranche. Eine der am stärksten betroffenen Airlines: die heimische AUA-Gruppe, die künftig mit der Swiss um ihre Position in der Star Alliance kämpfen muss.

Schon wird darüber spekuliert, wie lange die Österreich-Airline selbst noch ein Swiss-Schicksal abwehren kann. Zumal die gesamte Flugszene derzeit starkem wirtschaftlichem Gegenwind ausgesetzt ist.

Besorgter Minister. Vizekanzler und Verkehrsminister Hubert Gorbach zeigt sich im NEWS-Gespräch jedenfalls besorgt: „Ich sehe einer Fusion der Lufthansa mit der Swiss und dem damit verbundenen Eintritt der Swiss in die Star Alliance mit gemischten Gefühlen entgegen.“ Die Rettung der Swiss sei zwar zu begrüßen, andererseits gehe die Airline „mit dem Eintritt in die Star Alliance in direkte Konkurrenz zur AUA“. Für diese werde es „keinesfalls leicht“, weil sie ohnehin „als Premiumlinie mit den Billiglinien um Marktanteile wird kämpfen müssen“.

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16.3.2005 19:57