Mittwoch, 16. März 2005

Dramen am Berg: Der weiße Tod

  • Hunderte Meter breite Schneebretter donnerten in die Tiefe.

Trauriger Rekord: 38 Menschen wurden allein im heurigen Winter für immer unter einer Lawine begraben.
Wetterforscher warnen Skifahrer: „In den nächsten Wochen drohen noch schlimmere Lawinenabgänge.“

Es hätte ein wunderschöner Skiurlaub werden sollen. Doch für eine Familie aus Bayern endeten die Ferien in Saalbach-Hinterglemm mit einer Tragödie. Trotz mehrfacher Warnungen fuhr der 48-jährige Vater am vergangenen Sonntag mit seinen Kindern Veronika, 14, und Florian, 13, in einen ungesicherten Hang des Schattbergs ein.

Tod im Schnee. Wenige Sekunden später schon geschah das Drama: Ein Schneebrett löste sich, riss den Mann und seinen Sohn in die Tiefe. Das Mädchen konnte den Schneemassen entkommen. Und musste dann mit ansehen, wie ihr geliebter Papa und der Bruder verschüttet wurden.

Mehrere Skifahrer, die das Unglück beobachtet hatten, eilten zu Hilfe: Es gelang ihnen, den Buben – unverletzt – zu bergen. Doch für seinen Vater kamen alle Rettungsversuche zu spät. Erst nach einer halben Stunde war es Einsatzkräften gelungen, ihn auszugraben. Aber da war der Mann bereits tot.

Katastrophenwinter. Der Deutsche war damit das 34. Opfer des heurigen „Katastrophenwinters“. Und auch in den Tagen danach fand die traurige Todesstatistik ihren Fortgang.

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PLUS: Meteorologe Staudinger über Gefahren in den Bergen

16.3.2005 20:22