Freie Fahrt für Terror-Paten
- Top-Terrorist reist unbehelligt in Österreich zu Geheimtreff an

Der Pate des Irak-Terrors besuchte heuer bereits zweimal Wien. Obwohl US-Dienste vorher warnten und seine Festnahme einforderten, gibt es bis heute keinen gültigen Haftbefehl in Österreich.
Anfang Dezember vorigen Jahres ging ein hochbrisantes Dossier der amerikanischen Behörden bei den Ermittlern des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) ein, das einer politischen Bombe gleichkommt. Secret. Released to Austria ist in Großbuchstaben in der obersten und untersten Zeile der geheimen Depesche zu lesen.
Die Warnung: Der Terrorpate kommt nach Österreich. In dem Geheimdokument wird detailliert beschrieben, dass sich ein irakischer Topterrorist auf den Weg nach Österreich gemacht hat und in der Woche zwischen 10. und 17. Dezember 2004 in Wien eintreffen wird.
Der Name der Zielperson, die im Visier der US-Geheimdienste steht: Mohammed Younis Al-Ahmed. Schon im Februar 2004 hat das US-Militär eine Million US-Dollar auf den Kopf des trickreichen einstigen regionalen Parteichefs von Saddam Husseins Baath-Partei ausgesetzt.
Nicht ohne Grund: Mohammed Younis Al-Ahmed gilt als das Hirn des organisierten Widerstandes gegen die US-Besatzung im Irak. Er ist der wahre Pate des Terrors. Im Gegensatz zum vergleichsweise losen Terrornetzwerk der religiösen Fanatiker rund um den Vorzeigeterroristen Abu Mussab El-Sarkawi, verfügt Al-Ahmed über militärisch organisierte straffe Strukturen. Er ist ein echtes Problem für die US-Truppen im Irak.
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