Michael Häupl im NEWS-Interview: "Ein Jahr lang Wahlkampf ist nicht zumutbar"
- Wiener SPÖ-Bürgermeister zur Neuwahl-Debatte
- Erwartet Schlammschlacht: "Dann kürzen wir das ab"
Er wolle, sagt Wiens Bürgermeister Michael Häupl im aktuellen NEWS, dass die Wiener Legislaturperiode plangemäß zu Ende gehe, aber, so stellt er klar: "Ich will keinen permanenten Wahlkampf von einem Jahr. Das ist den Wienerinnen und Wienern nicht zumutbar. Dann ziehe ich meine Konsequenzen daraus." Eventuell vorgezogene Nationalratswahlen würden das Wahlkampffieber in Wien noch anheizen, und damit würden die Karten neu gemischt: "In dem Fall sage ich: Also dann kürzen wir das ab."
Angesichts der FPÖ-Töne in Wien erwartet Häupl eine Schlammschlacht vor der Wien-Wahl. "Es werden schlimme Dinge kommen. Es wäre falsch zu sagen, so etwas macht mir Spaß. Aber ich werde mich dem stellen, keine Frage."
Der amtierenden "ÖVP-Alleinregierung", die über keine Mehrheit in der Bevölkerung verfüge, empfiehlt der Wiener Landeshauptmann, vor das Volk hinzutreten und zu sagen: Da ist neu zu entscheiden. Für die Bundes-SPÖ ist Häupl dabei optimistisch. Sie sei für Neuwahlen gerüstet, und was Alfred Gusenbauer in fünf Jahren als Bundesparteivorsitzender geleistet habe, "ist eine unglaublich harte Geschichte, die man mit den Mühen der Ebene nur unzulänglich beschreibt. Das war eine tadelloser Aufbauleistung." Er, Häupl, sei eigentlich sehr zufrieden.
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