Freitag, 18. März 2005

Wir verdienen '05 mehr als die Deutschen: Pro Kopf stehen 612 € mehr zur Verfügung

  • Höchste Kaufkraft bei Bewohnern der Wiener Innenstadt
  • Wenigstes Einkommen in Oststeiermark & Oberkärnten

Die Österreicher haben heuer erstmals mehr Durchschnittseinkommen zur Verfügung als ihre deutschen Nachbarn, geht aus einer Studie von Fessel-Gfk zur Kaufkraft 2005 hervor. Der österreichischen Bevölkerung stehen demnach pro Kopf und Jahr 17.699 Euro zur Verfügung, in Deutschland sind es 17.087 Euro.

Innerhalb Österreichs gibt es aber beträchtliche Unterschiede. Einkommensstärkste Region ist in Österreich das südliche Umland von Wien mit 20.536 Euro pro Einwohner. Am wenigsten Einkommen zur Verfügung haben Bewohner der Regionen Oststeiermark, Oberkärnten und Lungau mit rund 15.000 Euro. Die höchsten Einkommen haben Bewohner der Wiener Innenstadt.

Ein hohes durchschnittliches Pro-Kopf-Einkommen (inklusive Transferleistungen wie Arbeitslosenunterstützung, Kindergeld oder Pensionen) weisen nach Regionen (35 NUTS-3 Gebiete) betrachtet neben Wien und dem Wiener Umland auch die regionalen Ballungszentren Linz-Wels, Rheintal-Bodenseegebiet, Salzburg und Umgebung, Innsbruck, Graz sowie Bludenz-Bregenzer Wald auf.

Nach Bezirken führt Wiener Innenstadt
Nach Bezirken betrachtet liegt der erste Wiener Gemeindebezirk mit großem Abstand an erster Stelle. Pro Kopf und Jahr verfügen die Bewohner der Wiener Innenstadt über 33.373 Euro. Das ist fast doppelt so viel wie der Durchschnitt der österreichischen Bevölkerung. Mit 17.087 Bewohnern leben nur 0,2 Prozent der österreichischen Bevölkerung im ersten Wiener Gemeindebezirk; diese verfügen allerdings mit rund 570.200 Euro über 0,4 Prozent der gesamten Kaufkraft der österreichischen Bevölkerung, heißt es in einer Pressemitteilung von Fessel-Gfk von heute, Freitag.

Im Kaufkraft-Ranking der Bezirke folgen Wien-Döbling mit 23.830 Euro pro Kopf und Jahr, Wien-Hietzing mit 23.362 Euro und Mödling mit 23.115 Euro. Die kaufkraftschwächsten Bezirke stellen Bad Radkersburg mit 14.635 Euro pro Kopf und Jahr, Feldbach mit 14.596 Euro sowie Hermagor mit 14.482 Euro, dar.

Nur 44 Bezirke liegen über dem Durchschnitt
In 44 Bezirken von insgesamt 121 liegt das frei verfügbare Einkommen über dem österreichischen Durchschnitt, während 77 Bezirke eine schwächere Kaufkraft haben als der Bundesdurchschnitt.

Teilweise große Unterschiede bestehen auch innerhalb der Bezirke. So reicht die Bandbreite des frei verfügbaren Einkommens pro Kopf und Jahr innerhalb des Bezirkes Hermagor von 16.080 Euro in der Gemeinde Gitschtal bis hin zu 11.659 Euro in der Gemeinde Lesachtal. Auf der Ebene von Gemeinden betrachtet, schwankt die Kaufkraft der österreichischen Bevölkerung zwischen 10.744 Euro und 26.007 Euro pro Kopf und Jahr.
(apa)

18.3.2005 19:27