Verdoppelung von 0,3 auf 0,6 Mrd. Euro: Leistungsbilanzdefizit im Jänner gestiegen
- Waren- und Dienstleistungen mit 0,7 Mrd. Überschuss
Österreichs Leistungsbilanz weist nach dem Jänner ein höheres Defizit von 0,6 (Vorjahr: 0,3) Milliarden Euro aus. Während die Güter- und Dienstleistungsbilanz per Saldo unverändert blieb, ergaben grenzüberschreitende Einkommen und laufende Transfers etwas höhere Abgänge als im Vergleichsmonat 2004, teilte die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) am Freitag dazu mit.
Das grenzüberschreitende Wertpapiergeschäft sei maßgeblich durch das Liquiditätsmanagement des Bundes bestimmt worden. Nach Angaben der OeNB blieb die Waren- und Dienstleistungsbilanz im Jänner 2005 mit einem Überschuss von 0,7 Milliarden Euro per saldo unverändert. Die Exporte Österreichs lagen mit 9,2 Milliarden Euro um rund sieben Prozent über dem Vergleichswert 2004, für Importe wurden 8,5 Milliarden Euro (plus sechs Prozent) aufgewendet.
Die Einkommensbilanz zeigte mit netto minus 1,2 Milliarden Euro etwas höhere Einkommensabflüsse als im Vergleichsmonat 2004 (minus 1,0 Milliarden Euro). Wie die OeNB weiter mitteilte, wies die Kapitalbilanz im Jänner Nettokapitalabflüsse aus Direktinvestitionen und Finanzderivaten sowie Nettokapitalzuflüsse aus Portfolioinvestitionen und Sonstigen Investitionen auf.
Der zuletzt erkennbare Trend zu höheren Bruttoinvestitionen und gleichzeitig höheren Beteiligungsauflösungen bei österreichischen Direktinvestitionen hat sich im Jänner nicht fortgesetzt: Sowohl Neuinvestitionen in Höhe von 0,3 Milliarden Euro als auch Desinvestitionen mit 0,1 Milliarden Euro zeigten sich deutlich verhaltener als in den vergangenen Monaten. Stabil verlief hingegen das Engagement ausländischer Direktinvestoren in Österreich, die im Jänner brutto 0,4 Milliarden Euro veranlagten. Infolge gestiegener Beteiligungsauflösungen sei das Nettovolumen mit 0,1 Milliarden Euro jedoch unter den zuletzt beobachteten Werten gelegen, wie die OeNB dazu anmerkte. (apa)
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