Weltbank billigt Bush-Entscheidung: Paul Wolfowitz zum neuen Präsidenten gewählt
- US-Vizeverteidigungsminister war im Vorfeld umstritten
- Wolfowitz folgt Wolfensohn nach 5 Jahren Amtszeit nach
Das Direktorium der Weltbank hat den früheren US-Vizeverteidigungsminister Paul Wolfowitz zum nächsten Präsidenten gewählt. Dies gab die Weltbank am Donnerstag in Washington bekannt. Wolfowitz tritt im Juni die Nachfolge des scheidenden Präsidenten James Wolfensohn an. Das Direktorium billigte damit die Entscheidung von US-Präsident Bush, der Wolfowitz nominiert hatte.
Die Nominierung von Wolfowitz, der als einer der Wegbereiter des Irak-Krieges gilt, war im Vorfeld hoch umstritten. Zudem hat er wenig Erfahrung auf dem Gebiet der internationalen Entwicklungspolitik. Am Mittwoch konnte sich der 61-Jährige bei einem Treffen in Brüssel aber den Rückhalt der Europäer sichern. Die Wahl musste im Konsens erfolgen, es durfte also keine Gegenstimmen geben.
Der bisherige Präsident Wolfensohn beendet am 1. Juni seine fünfjährige Amtszeit. In der von 184 Staaten getragenen Weltbank sind die USA der größte Anteilseigner. Die Weltbank finanziert Entwicklungsprojekte. Der Internationale Währungsfonds (IWF), der stets von einem Europäer geleitet wird, gewährt Kredite im Fall von Zahlungsengpässen seiner Mitgliedstaaten. (apa)
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