Donnerstag, 17. März 2005

Das leidige Geld: Nur ein Drittel der Österreicher mit Einkommen zufrieden

  • Bevölkerung vom Geldzuwachs nicht wirklich begeistert
  • Nur 8 Prozent können sich mehr leisten als im Vorjahr

Nur ein Drittel der Österreicher ist mit ihrem Einkommen zufrieden. Das geht aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts "Spectra" hervor, deren Ergebnisse jetzt veröffentlicht wurden. Bemerkenswert sei, dass die Zufriedenheit unter Frauen und Männern gleich hoch ausfalle, obwohl der weibliche Teil der Bevölkerung über geringere Einkommen verfügen.

Fünf Prozent gaben an, "im Großen und Ganzen" mit der Höhe ihres Einkommens "sehr zufrieden" zu sein, 28 Prozent bezeichneten sich als "zufrieden". 36 Prozent der Befragten antworteten mit "es geht", 13 Prozent mit "weniger" und neun Prozent mit "gar nicht zufrieden". Ein Prozent gab "kann ich nicht sagen" an und acht Prozent "habe kein Einkommen".

Wenn man die Einkommenszufriedenheit nach demographischen Merkmalen analysiere, zeichne sich ein interessanter Befund ab, erklärte das Institut. Absolute Einkommenshöhe mache de facto "glücklicher". Personen mit einem durchschnittlichen monatlichen Netto-Haushaltseinkommen von 2.780 Euro seien deutlich zufriedener als jene mit 1.114 Euro. Ebenso sei die Zufriedenheit von Maturanten, Akademiker und leitende Angestellte, die über höhere Gehälter verfügen, deutlich höher, berichtete "Spectra".

Ein Drittel der Einkommensbezieher würden etwas mehr Lohn als im Vorjahr bekommen. Jeder Zweite berichtet, dass sein Gehalt gleich hoch geblieben sei und 15 Prozent hätten Einbußen hinnehmen müssen. "Per Saldo" seien somit nach subjektiver Einschätzung die Einkommen der Österreicher im Vergleich zum Jahr davor gestiegen, so "Spectra".

Allerdings sei die Bevölkerung vom Geldzuwachs nicht wirklich begeistert. Denn nur acht Prozent der Österreicher können sich mit ihrem Verdienst mehr als im Jahr davor leisten. 41 Prozent merken an, dass die Kaufkraft ihres Geldes geringer geworden ist. Über diesen Kaufkraftverlust würden vor allem Ältere und wenig Gebildete klagen. (apa)

17.3.2005 11:30