"Weitere Anpassungen": Siemens streicht in Wiener Elektronik-Werk 80 Arbeitsplätze
- Bis Jahresende 2005 müssen SIMEA-Mitarbeiter gehen
- Angebot für neue Arbeitsplätze im Konzern noch offen
Der Elektrokonzern Siemens streicht in seiner Elektronikfertigung SIMEA in Wien weitere 80 Arbeitsplätze. "Wir müssen weitere Anpassungen vornehmen, um die Produktivität und die Wettbewerbsfähigkeit des Werks langfristig zu erhalten", sagte Siemens-Sprecher Karl Strasser am Dienstag. Daher müssten bis Jahresende 2005 rund 80 der insgesamt 780 Mitarbeiter die Fertigung verlassen.
Bereits vor zwei Jahren waren dort rund 100 Stellen gestrichen worden. Wie vielen der jetzt Betroffenen ein neuer Arbeitsplatz im Siemens-Konzern angeboten werden könne, sei noch offen, so Strasser.
SIMEA sei eine Fertigungseinheit, eine solche im Hochlohnland Österreich zu betreiben, sei "naturgemäß schwierig", begründete Strasser den Abbau. Es sei eine tägliche Herausforderung, mit der Konkurrenz in den angrenzenden Niedriglohnländern umzugehen. Daher werde man ständige Anpassungen auch künftig nicht verhindern können. Positiv für den längerfristigen Erhalt des Werkes sei, dass der Standort einen hohen Anteil an in Forschung und Entwicklung tätigen Mitarbeitern aufweise.
Aktuell würden für die betroffenen Mitarbeiter neue Jobmöglichkeiten im Siemens-Konzern geprüft, so Strasser. Wie viele Mitarbeiter tatsächlich gekündigt werden, sei daher noch offen. Außerdem werde ein Bündel an Sozialmaßnahmen - etwa die Teilnahme am Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungs-Fonds (WAFF) - zur Verfügung gestellt.
Das Elektronikwerk SIMEA (Siemens Industrial Manufacturing, Engineering and Applications) hatte im Geschäftsjahr 2003/04 den Verlust von 15,7 Millionen Euro in einen Gewinn von 13,9 Millionen Euro gedreht. Heuer ist laut Strasser ein in etwa gleich bleibender Umsatz von 280 Millionen Euro bei einem wiederum positiven Ergebnis geplant. Für die Restrukturierung des Elektronikwerks hatte Siemens rund zehn Millionen Euro aufgewendet. (apa)
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