Montag, 14. März 2005

Jahreszahlen vorgelegt: Erste Bank hob den Nettogewinn 2004 um die Hälfte an

  • Bank-Chef Andreas Treichl spricht von "Meilenstein"
  • Dividende um Drittel erhöht - Plus am Osteuropa-Markt

Die Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen hat im Geschäftsjahr 2004 ihren Nettogewinn um die Hälfte angehoben und damit ein neues Rekordergebnis eingefahren. Fast 60 Prozent des Gewinns stammen aus Osteuropa. Für die Aktionäre gibt es eine höhere Dividende. Wie bereits Ende des Vorjahres vorweg angekündigt, wird die Ausschüttung um ein Drittel erhöht.

Der Vorstand wird der Hautpversammlung für das Jahr 2004 eine Dividende von 50 Cent je Aktie vorschlagen. Das bedeutet eine Aufstockung um 33,3 Prozent gegenüber dem Jahr davor, als es an Dividende 1,50 Euro je Aktie gab, die sich nach Berücksichtigung des vorjährigen Aktiensplits im Verhältnis 1:4 (und damit vergleichbar mit der heurigen Ausschüttung) auf 0,375 Euro belief.

Der Gewinn je Aktie erhöhte sich 2004 auf 2,28 Euro, im Vorjahr waren es 1,49 Euro (adaptiert um den Aktiensplit 1,83 Euro). Das Betriebsergebnis der Erste Bank stieg um 9,1 Prozent auf 1,495 Mrd. Euro. Der Vorsteuergewinn wuchs um 39,3 Prozent auf 1,061 Mrd. Euro an. Als Nettogewinn (Überschuss nach Steuern und Fremdanteilen) meldete das Institut am Montag für das abgelaufene Geschäftsjahr 544,5 Mio. Euro, ein Zuwachs um 54,1 Prozent.

Erste Bank-Chef Andreas Treichl nennt die vorgelegten vorläufigen Jahreszahlen für 2004 einen "Meilenstein" in der wirtschaftlichen Entwicklung seiner Bankengruppe. "Wir haben seit 1997 jedes Jahr unser Ergebnis gesteigert und die Eigenkapitalverzinsung verbessert. Was wir für 2004 vorlegen, können wir daher mit Recht als Rekordergebnis bezeichnen." Rekordwerte hat auch der Börsewert erreicht: Seit 1997 ist er von 2 auf nun mehr als 10 Mrd. Euro angestiegen.

Das vierte Quartal war das beste Quartal im Jahr. Den Betriebsgewinn-Anstieg im Gesamtjahr begündet der Vorstand unter anderem mit ersten Effekten der "Optimierung der Gruppenstruktur" und flacheren Kostenkurven. Profitiert hat der Konzern abermals vom starken Osteuropa-Markt. Am Nettogewinn (Jahresüberschuss nach Steuern), der um gut die Hälfte auf 544,5 Mio. Euro stieg, hatte das Osteuropa-Geschäft einen erklecklichen Anteil: Der Beitrag der Osttöchter ist 2004 von zuvor 53,7 Prozent auf 59,2 Prozent angewachsen. Erstmals einbezogen ist die ungarische Postabank.

(apa)

14.3.2005 09:20