Inter Mailand zieht ins CL-Viertelfinale ein: Aufstieg nach 3:1-Heimsieg gegen FC Porto
- Adriano mit drei Treffern der gefeierte Held im San Siro
- Inter-Besitzer Moratti erklärt Brasilianer für unverkäuflich
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Die italienischen Champions-League-Festspiele gehen weiter. Nach dem AC Milan und Juventus Turin hat sich am Dienstag auch Inter Mailand für das Viertelfinale qualifiziert - damit hat Italien als einziges Land drei Vertreter in der Runde der letzten acht. Gefeierter Inter-Held beim 3:1-Erfolg gegen den FC Porto war der Brasilianer Adriano, der den Titelverteidiger aus Portugal mit drei Treffern im Alleingang verabschiedete. Das Hinspiel in Porto hatte mit einem 1:1-Unentschieden geendet.
Inter-Besitzer Massimo Moratti erklärte seinen Erfolgsgaranten daraufhin für "unverkäuflich" - auch für Real Madrid. "Wenn mir Real Madrid 100 Millionen Euro für Adriano bieten würde, würde ich Nein sagen. Aber ich hoffe, dass jetzt jeder weiß, dass er unverkäuflich ist", versichert Inter-Patron Moratti, der kurz vor dem Spiel mit Adriano gesprochen hatte. "Er hat mir versprochen, dass er ein tolles Spiel zeigen wird. Auf Champions wie ihn kann man sich verlassen." Und die "Gazzetta" feierte: "Adriano genehmigte sich ein Glas Portwein."
Auch Inter-Coach Roberto Mancini war voll des Lobes für Adriano, der seine Ladehemmung endgültig ad acta gelegt hat - der Brasilianer hatte zuvor im Kalenderjahr 2005 lediglich ein Mal getroffen. "Adriano war herausragend, es war für ihn ein befreiendes Spiel." Der 23-Jährige hält nun in der laufenden Champions-League-Saison bei sieben Treffern und hat damit in der Schützenliste nur noch Manchester-United-Tormaschine Ruud van Nistelrooy (8/ManU ist aber bereits out) vor sich. Und das, obwohl der Unter-17-Weltmeister von 1999 Anfang November 2004 nach einem Faustschlag gegen Valencia-Verteidiger Marco Caneira für zwei Spiele gesperrt worden war.
Adriano ist Inters Vorzeigeschüler
Der kraftvolle (45 Zentimeter Sprunghöhe aus dem Stand, Freistoßgeschwindigkeit von bis zu 129,7 km/h), agile und technisch beschlagene Brasilianer hat in der "Selecao" seines Heimatlandes bei der Copa America 2003 mit sieben Treffern richtig Fuß gefasst. Bei Inter steht Adriano bereits seit 2001 unter Vertrag, die Mailänder verliehen ihn jedoch zunächst an Fiorentina und dann an den AC Parma.
Als Adriano bei Parma aufblühte, holte ihn Inter im Winter 2003/2004 zurück, seitdem ist er aus der Truppe der Nerazzurri nicht mehr wegzudenken. Adriano dankt es mit wichtigen Toren, wie gegen Empoli am letzten Spieltag der vergangenen Saison (Platz 4 und damit CL-Quali gesichert), in der CL-Qualifikation gegen den FC Basel oder nun gegen Porto.
Bei Porto glänzt nur die Vergangenheit
Der FC Porto geht damit als erster Champions-League-Titelverteidiger in die Geschichte ein, der in der Saison nach dem Triumph nicht einmal bis ins Viertelfinale vorstieß. Die einzige Ausnahme neben Porto ist Marseille, die Franzosen (Sieger 1993) waren wegen eines Bestechungsskandals ausgeschlossen worden. Für viele ist das frühe Porto-Out keine Überraschung - auch für Porto-Trainer Jose Couceiro nicht. "Im Vergleich zum Vorjahr ist nur noch der Name 'FC Porto' gleich. Es sind völlig andere Spieler in der Mannschaft, man kann keinerlei Vergleiche ziehen."
Porto, im Vorjahr gefeierter Finalsieger gegen Monaco, hatte im Sommer 2004 wichtige Erfolgspfeiler wie Trainer Jose Mourinho (Chelsea) und Starspieler Deco (Barcelona) verloren. Nun ist sogar die Titelverteidigung in der nationalen Meisterschaft in Gefahr. Nach dem peinlichen 0:4 am vergangenen Wochenende zu Hause gegen Nacional Funchal musste man die Führung an Benfica abgeben.
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